Aszetisches Florilegium

Vorlagentyp:
digitales Bild

Verzeichnungseinheit

Titel:
Aszetisches Florilegium
Laufzeit:
1. Hälfte 15. Jh.
Bemerkung:
Die Hs. stammt aus dem Kloster der Kreuzbrüder in Köln laut Angabe auf Bl. 2r: „fratrum sancte Crucis in Colonia"; auf Bl. 1r steht von späterer Hand der alte Bibl. Vermerk: F. XXIX, darunter: „Pertinet fratribus Sancte † in Colonia". Auf dem Rücken (oben) noch ein kleiner Papierzettel mit der Ziffer 31 in braun. An die Beschlagnahme in der Franzosenzeit erinnerte ein (jetzt verschwundener) Papierstreifen auf dem Rücken: „BIBL. des Croisiers". Auf Bl. 17v am unteren Rande: „Opus fuit rodolphi". Papier, 1. Hälfte des 15. Jhs, durchweg gut erhalten, nur die gewöhnlichen Gebrauchsspuren. Die Schrift, eine gotische, der Kursive ähnelnde Bücherschrift, meist wohl von einer Hand, ist sehr ungleichmäßig, auf einem Bl. kleiner, zierlicher und enger, auf anderem größer, aber gut lesbar. Auch der Schriftspiegel, von schwarzen Linien umrahmt, recht ungleichmäßig, etwa 12 x 8 cm, so daß auch die Zeilenzahl sehr verschieden ist. Einspaltig, leere Bll. 128v, 129v-130v, 201 und 202. 202 Bll. neuerer Zählung, wobei Bl. 82 doppelt gezählt ist. Blattgröße ca. 15 x 10,5 cm; die Lagen umfassen 10 Sexternen, vorn ein Zusatzblatt, aus der 6. und 7. Lage je ein Bl. herausgeschnitten oder herausgerissen, ferner zwei Quinternen, ein Quatern, sodann wieder drei Sexternen und zwei Quaternen. Beim Einbinden sind vorn eins und hinten zwei Bll. hinzugefügt, außerdem als Deckblatt im Vorder- und Hinterdeckel je ein Bl. von einer alten Pergamenturkunde in ripuarischer Sprache. Die alte Zählung noch vorhanden, und zwar sind die 9 ersten Lagen unten rechts mit a bis i signiert, außerdem haben die 5. (e) und 6. (f) Lage noch auf jedem Bl. der ersten Hälfte als zweite Signatur: ai-avj und ai-av. Die 10.-12. Lage nicht signiert. Die weiteren Lagen haben oben in der Mitte in roter Schrift Zählung in röm. Ziffern: j-xlvj (= Bl. 149-194) und sind dazu noch unten signiert mit kleinen Buchstaben und arab. Ziffern, abwechselnd rot und schwarz. Reste einiger Reklamanten noch zu sehen. Zu Anf. haben einige Stücke rote Initialen; die niederländischen Stücke haben meist schwarze Ueberschriften, jedoch rot unterstrichen, einige in Rubrik. Die lat. Stücke haben schwarze Ueberschriften und sind gleichfalls rot unterstrichen, desgl. Merkstellen. Am Rande oft Hinweise in roter und schwarzer Schrift. An Wasserzeichen sind vorhanden u. a. ein Paar gekreuzter Schlüssel (Briquet Nr. 3896), ein Engel mit einem Stabe in den Händen, auf dem Stab ein Malteserkreuz (ähnlich Briquet Nr. 601), eine Antiqua-Majuskel T mit einem latein. Kreuz, an dessen Enden je ein Ring (ähnlich Briquet Nr. 9121), eine Weintraube (ähnlich Briquet Nr. 13000). Alter Eichenholzdeckel mit braunem Lederüberzug, Rücken erneuert. Reste der einzigen Schließe noch zu sehen. Auf den Außenseiten der Deckel wenig sorgfältig gezogene Diagonallinien, in den Feldern Stempel: auf dem Vorderdeckel viermal das Antlitz Christi, 12 Lilien und einige kleine Blumensterne, auf dem Hinterdeckel dreizehnmal Agnus Dei, fünf Lilien und einige kleine Blumensterne (Werkstätte der Kreuzbrüder in Köln). Sprache niederländisch und lateinisch. - Vgl. W. de Vreese, S. 446 ff.
Enthält:
1. Die Hs. ist eine Blumenlese aus aszetischen Schriftstellern, Kirchenvätern und anderen Autoren, z. B. Gerlach Peters und einigen Stellen aus Ruusbroec. Auf der Rückseite von Bl. 1 in Bleistift von jüngerer Hand: „omnia sunt homini tenui pendentia filo / Et subito casu quae valuere ruunt". Auf Bl. 2r Indices, dann Exempla des Abtes Antonius: „JNterrogauit quidam frater beatum anthonium dicens Quid est detractio... Frater quidam dixit abbati anthonio Ora pro me... Dixerunt quidam senes. Si vides iuuenem vo
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