Veranstaltungen

Begleitprogramm zur Ausstellung einFLUSSreich - Köln und seine Häfen

Dienstag | 08.05.2018 | 18 Uhr
Hafenlogistik im römischen Köln
Dr. Alfred Schäfer, Römisch-Germanisches Museum Köln

Am Fallbeispiel des römischen Köln, das bis zu seiner rechtlichen Erhebung zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) im Jahre 50 n. Chr. als oppidum Ubiorum angesprochen wurde, soll das enge räumliche Verhältnis von Stadtzentrum und Hafen erörtert werden. Inwiefern prägte die Lage am Rhein die Raumordnung der antiken Innenstadt von Köln? Ergaben sich aus der Ordnung der Stadt bauliche Konsequenzen für den Rheinhafen? Auf mikroregionaler Ebene soll untersucht werden, ob die Stadtplanung der CCAA inhaltliche Parallelen zum nahe gelegenen Standlager der römischen Rheinflotte in Köln-Marienburg aufweist. Wurde der Ausbau der Stadt und des unmittelbar benachbarten militärischen Stützpunktes gleichermaßen von der Orientierung auf einen Anlandeplatz am Rhein bestimmt? Im Fokus steht die Qualität der Verkehrsverbindungen, die Konnektivität zwischen Zentrum und Hafen.






Freitag | 11.05.2018 | 18 Uhr
Rundgang durch den Mülheimer Hafen
Mathilde Kriebs, Geschichts-Werkstatt Mülheim

Treffpunkt: Eingang zur Claudiustherme, Sachsenbergstr. 1 (Haltestelle "Thermalbad" der Buslinie 150)

Die Veranstaltung ist ausgebucht!


Dienstag | 15.05.2018 | 18 Uhr
Das Kölner Hafenviertel im Mittelalter
Dr. Thomas Höltken, Römisch-Germanisches Museum Köln

Der Kölner Rheinhandel war einer der Grundpfeiler des wirtschaftlichen Wohlstandes der mittelalterlichen Stadt. Im Rahmen der Ausgrabungen der letzten 20 Jahre konnte das Herz der Metropole in der Altstadt archäologisch untersucht werden. Die Funde bezeugen ein lebhaftes Hafenviertel mit internationalen Handelsverbindungen und werfen ein neues Licht auf das „dunkle Mittelalter“, das nun wesentlich besser zu beschreiben ist.



 

Freitag | 25.05.2018 | 17-19 Uhr
Geführte Fahrradexkursion mit Leihrädern durch den Deutzer Hafen
Ira Scheibe (KölnArchitektur) mit freundlicher Unterstützung der moderne Stadt GmbH

Wir weisen darauf hin, dass das Gelände nicht in allen Bereichen öffentlich und die Teilnahme an der Tour auf eigene Gefahr und nur für Personen über 16 Jahre möglich ist.

Treffpunkt: Vor der Firma Theo Steil, Alfred-Schütte-Allee 20, 50679 Köln

Anmeldung unter 0221/221-24146 oder AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de



Dienstag | 29.05.2018 | 18 Uhr
Der Kölner Hafen – Streifzüge durch das Mittelalter und die Frühe Neuzeit
Dr. Max Plassmann, Historisches Archiv der Stadt Köln

Ohne Hafen kein Rheinhandel, ohne Rheinhandel kein Köln – jedenfalls nicht das Köln, das wir kennen. Anlegestellen für Schiffe, Kräne, Werften und vieles mehr bildeten die Voraussetzung für die wirtschaftliche, kulturelle und politische Blüte der Stadt. Sie verursachten aber auch Kosten, Streit und manches Problem. Der Hafen und sein Umfeld waren so über Jahrhunderte bestimmende Faktoren der vormodernen Stadtentwicklung. Der Vortrag führt spürt diesen Faktoren nach: Wie sah der Hafen überhaupt aus, wie funktionierte er auch ohne die technischen Hilfsmittel der modernen Binnenschifffahrt? Welche Probleme schuf das Aufeinandertreffen von Menschen unterschiedlichster Herkunft im Hafengebiet? Wie sah der Hafen überhaupt aus? Und was ist eigentlich das Stapelrecht?

Samstag | 02.06.2018 | 11 Uhr
Funeribus Agrippinensium sacer locus - Wallrafs Melatenfriedhof, Teil 2
Monika Frank, Historisches Archiv der Stadt Köln

Die Ausstellung „Mensch Wallraf" ist zwar schon zu Ende, aber das damit eröffnete Wallraf-Jahr geht weiter.
So laden wir zum versprochenen zweiten Teil des Spaziergangs über den von Wallraf geplanten Teil des ersten Kölner Zentralfriedhofs ein. Anhand einiger früher Grabmäler entlang des Hauptweges versetzen wir uns noch einmal zurück in die Welt des Erzbürgers und seiner Zeitgenossen, diesmal hoffentlich bei Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen.
Nicht nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Spaziergangs sind herzliche willkommen. Ihre Anmeldung hilft uns, besser planen zu können.

Treffpunkt: Treffpunkt ist an Tor 2 (alter Eingang des Melatenfriedhofs) an der Aachener Straße.

Anmeldung unter 0221/221-24146 oder AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de

Dienstag | 05.06.2018 | 18 Uhr
Alles wird anders? Die Hafensituation in Köln, Mülheim und Deutz im 19. Jahrhundert
Dr. Daniela Wagner, Historisches Archiv der Stadt Köln

1898, gerade noch im 19. Jahrhundert, wird mit dem Rheinauhafen der erste moderne Hafen Kölns eröffnet. Diese Gründung kam nicht aus dem Nichts. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts musste sich der Kölner Hafenbetrieb nicht nur einem Wandel der rechtlichen und technischen Voraussetzungen stellen, baulich entstanden auch Vorläufer der modernen Häfen. Im Bereich Hafen entwickelte sich allerdings nicht nur im Linksrheinischen etwas, sondern auch in den selbstständigen Städten Deutz (bis 1888) und Mülheim (bis 1917).






Donnerstag | 07.06.2018 | 17 Uhr
Große Hafenrundfahrt
RheinCargo GmbH & Co. KG

Große Hafenrundfahrt auf der MS RheinCargo: Entdecken Sie ausgewählte Häfen Kölns mit Ihren Einrichtungen.

Start ist am Anleger Nummer 10 der Kölntourist Personenschifffahrt am Dom GmbH. Dieser befindet sich am Konrad-Adenauer-Ufer, unmittelbar unterhalb des Musical Domes und in direkter Nähe vom Hauptbahnhof.

Von da aus geht die Fahrt über den Rheinau- und den Deutzer Hafen zum Mülheimer Hafen. Das Highlight der Tour ist der ausführliche Besuch des großen Niehler Hafens. Dort kreuzen wir zwischen Container-Riesen, Kranbrücken und Schrottumschlag-Anlagen.

Bei der ca. drei stündigen Fahrt werden Ihnen interessante Eindrücke durch die Live-Erklärungen eines Guides vermittelt.

Die Veranstaltung ist ausgebucht!


Freitag | 15.06.2018 | 17.30 Uhr
Führung: Markante Punkte am Rheinufer / Deutzer Hafen
Hans Burgwinkel, Poller Heimatmuseum, Köln-Poll

Das rechte Rheinufer im Bereich des heutigen Hafens war für Köln stets von besonderer Bedeutung: Mülheimer und Poller Bürger wollten in Verbindung mit Hochwasser Köln vom Rhein abschneiden. Als Folge entstand im Mittelalter eine aufwändige Uferbefestigung, die Poller Köpfe. Schweden und Preußen drohten militärisch. Um einen Rheinarm, der immer mehr verlandete, gab es über Jahrhunderte Streit und Ärger, bis er zum Deutzer Hafen wurde. Da dieses Gebiet früher zeitweise weder zu Köln noch zu Deutz gehörte, wurde es aus unterschiedlichen Gründen für Brücken und Fähren genutzt. Landseitig entstanden Hinrichtungsstätten und militärische Einrichtungen. Die heutigen Poller Wiesen wurden ab 1905 zu einem besonderen Veranstaltungsraum ausgebaut. Auf der Führung wird auf über 30 besondere bzw. historische Punkte zwischen Severinsbrücke und Südbrücke hingewiesen. Treffpunkt an der Drehbrücke des Deutzer Hafens.

Anmeldung unter 0221/221-24146 oder AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de






+++ ENTFÄLLT! +++

Dienstag | 19.06.2018 | 18 Uhr
Der Ausbau des Rheinauhafens als Impuls für die Modernisierung des Kölner Rheinufers
Dr. Ute Beatrix Sardemann, Stadtplanungsamt der Stadt Köln

Durch den Ausbau des modernen Verkehrshafens an der Rheinau konnten die bisher am Ufer des alten Köln angesiedelten Hafennutzungen verlagert werden. Damit eröffnete sich die Chance zu einer durchgreifenden Modernisierung des linken Kölner Rheinufers. Zu den großen Fortschritten gehörte die erstmalige Schaffung einer durchgehenden Rheinuferstraße. Eine besondere Herausforderung bildete die bauliche Ausbildung einer Stadtfront, mit der sich die Stadt entlang ihrer neu erschlossenen Flussseite adäquat präsentieren konnte. Der Vortrag zeichnet die Planung und die Umsetzung dieser Aufgaben nach.


Freitag | 22.06.2018 | 17.30 Uhr
Führung: Markante Punkte am Rheinufer / Poll
Hans Burgwinkel, Poller Heimatmuseum, Köln-Poll

Poll wurde 1888 von Köln eingemeindet, u.a. auch um das Gebiet um den Deutzer Hafen nutzen zu können. Dass Caesar eine Brücke vom linksrheinischen Flottenlager nach Poll bauen ließ, war eine wissenschaftlich-ernsthafte Diskussion Ende des 19. Jahrhunderts, die aber nie bewiesen werden konnte. Im Rahmen des Baus des Deutzer Hafens entstanden hier „Sport- und Spielstätten“. Ein Machtwort Adenauers verhinderte, dass das heutige Müngersdorfer Stadion in Poll gebaut wurde. Eine Olympiaeiche wurde als Erinnerung an zwei Olympiasieger gepflanzt. Die erste Brücke nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer Entlausungsstation bei der Fa. Schütte wurde hier von den amerikanischen Streitkräften über den Rhein geschlagen. Belgische und deutsche Flottenparaden fanden hier nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Auf der teilzerstörten Autobahn führte der Westhovener Flugzeugpionier Hanno Fischer seine „geheimen“ Flugzeugtests durch. Bei der Führung werden ca. 60 besondere bzw. historische Punkte am Rhein oder in Rheinnähe zwischen Südbrücke und Autobahnbrücke erläutert. Treffpunkt an der Südbrücke.

Anmeldung unter 0221/221-24146 oder AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de






Dienstag | 03.07.2018 | 18 Uhr
Ausflügler, Motoren und Chemie - Die Kölner Häfen im 20. Jahrhundert
Dr. Ulrich Soénius, Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK zu Köln

Die Kölner Häfen waren im 20. Jahrhundert für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft von elementarer Bedeutung. Mit dem Aufkommen des Massentourismus auf dem Rhein waren sie einerseits für die Beförderung von Personen unverzichtbar, andererseits haben sie beim wachsenden Güterumschlag der Industrie und des Handels eine wichtige Rolle eingenommen. Die zentrale Lage an Europas größtem Fluss, die Verbindung mit Straße und Schiene sowie die jahrhundertealte Tradition als Handelsstandort prägten die Hafenentwicklung. Nach der Anlage des Rheinauhafens Ende des 19. Jahrhunderts folgten die Häfen in Godorf, Mülheim und Niehl. Die Entwicklung aller Häfen wird in dem Vortrag dargestellt.


Freitag | 06.07.2018 | 18 Uhr
Rundgang durch den Mülheimer Hafen
Mathilde Kriebs, Geschichts-Werkstatt Mülheim

Treffpunkt: Eingang zur Claudiustherme, Sachsenbergstr. 1 (Haltestelle "Thermalbad" der Buslinie 150)

Die Veranstaltung ist ausgebucht!






Dienstag | 17.07.2018 | 18 Uhr
„Schwarze Seele des hilligen Kölle“ - Das sündige Hafenviertel in der Nachkriegszeit
Dr. Mario Kramp, Direktor des Kölnischen Stadtmuseums

Wo Hafen ist, ist Sünde. Im Kölner Hafenviertel fand man dicht gedrängt und in geballter Form jene vom Bürgertum moralisch verdammten (und dennoch zuweilen heimlich aufgesuchten) Vergnügungsstätten, „zwielichtige Bars“, offiziell bekannte oder inoffiziell geduldete Bordelle, kurz: die Orte des „Lasters“.

Es geht um Sozialkontrolle, um Trümmer und Besatzungszeit und um die „Gangsterzentrale am Rhein“. Ein energischer Stadtverordneter versucht aufzuräumen, eine enttäuschte Stadtkonservatorin muss sich fügen. Es folgt die systematische Erfassung und Bekämpfung von Prostitution und Homosexualität. Zwei besonders umtriebige Kneipen, andere Gastwirtschaften, Bars und Animierlokale geraten in den Fokus der Moralapostel der 1950er und 1960er Jahre bis zur Stadtsanierung und zum Wiederaufbau rund um die Severinsbrücke, schließlich zum Auszug der Huren aus dem Hafenviertel 1964.


Dienstag | 28.08.2018 | 18 Uhr
Von Schokoladenschiffen, Wohnwerften und Kränen - Zur Architektursymbolik im Kölner Rheinauhafen
Tanja Kilzer, Doktorandin am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln

Der Kölner Rheinauhafen gilt als neues It-Viertel Kölns. Die ehemalige Hafenanlage stellt heute eine Mischung aus Wohn-, Dienstleistung- und Erlebnisgebiet dar, in dem der Flanierer auf schicke Restaurants, extravagante Galerien und eine interessante Museumslandschaft trifft.

Er ist die Heimat von global agierenden Unternehmen, der bekannten Wurstbude aus dem Kölner Tatort, Europas längster Tiefgarage und zugleich hunderter Kölner Bürgerinnen und Bürger. Seine Bebauung ist über Köln hinaus bekannt und erschuf ein völlig neues Stadtpanorama, das neben dem Dom zu einem der meisten gedruckten Postkartenmotive in den Kölner Souvenir- und Andenkenläden wurde.

Doch was macht diese einzigartige Architektur aus, die gekonnt das Moderne mit der Hafentradition verbindet? Rückgriffe auf bekannte Motive der Schifffahrt und der Nautik durchziehen einzelne Bauten und schaffen ein historisches sowie auch modernes Ambiente, das zugleich die heutige Funktion der Gebäude unterstreicht und dem geschichtlichen Ort würdigt. In diesem Vortrag sollen einige dieser bekannten Motive und Symbole vorgestellt und analysiert und in einen direkten Zusammenhang zur Gebäude- und Kölner Hafengeschichte gestellt werden. Zur Gänze sollen hierbei die Architektursymbolik des Schokoladenmuseums, der Kranhäuser, verschiedener Wohnbauten und des RheinauArtOffice betrachtet werden.






Dienstag | 04.09.2018 | 18 Uhr
Raum13 – Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste. Ein Stadtkunstobjekt oszilierend zwischen Stadtgeschichte und Stadtentwicklung
Anja Kolacek und Marc Leßle, Gründer des Labels raum13

Freitag | 07.09.2018 | 17.30 Uhr
Rundgang durch den Mülheimer Hafen
Mathilde Kriebs, Geschichts-Werkstatt Mülheim

Treffpunkt: Eingang zur Claudiustherme, Sachsenbergstr. 1 (Haltestelle "Thermalbad" der Buslinie 150)

Dauer: ca. 90 Minuten

Die Veranstaltung ist ausgebucht!



 

Dienstag | 09.10.2018 | 18 Uhr
Der Rheinauhafen in Köln – ein urbanistisches Prestige-Objekt im 19., 20. und 21. Jahrhundert
Dr. Ulrich Krings, Stadtkonservator a.D., Kunsthistoriker

Kölns Rheinauhafen ist seit 1898 ein zentraler Faktor des wirtschaftlichen Lebens der Domstadt und integraler Bestandteil des berühmten Rheinpanoramas. Seit 1980 wurden seine Funktionen in neue Hafenareale verlagert, und das etwa drei Kilometer lange Gelände vor der südlichen Stadthälfte überplant. „Wohnen, Arbeiten, Freizeit am Strom“ waren die Stichworte, für die 1992 in einem internationalen Wettbewerb eine neue, ausdrucksstarke Baugestalt gesucht wurde. Unter maßgeblicher Beteiligung der Denkmalpflege ist in gut 25 Jahren ein attraktiver neuer Stadtteil entstanden, der Alt und Neu kreativ verbunden und städtebaulich-architektonische Maßstäbe gesetzt hat.




Dienstag | 30.10.2018 | 18 Uhr
Volle Kraft voraus! Die Zukunft der Kölner Häfen
Podiumsdiskussion mit Wolfgang Birlin (HGK), Dr. Ulrich Soénius (IHK), Holger Sticht (BUND NRW), Markus Greitemann (Stadt Köln), Moderation Jürgen Keimer

Zum Abschluss eines umfangreichen Begleitprogramms zur Ausstellung möchten wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion nach vorne schauen und uns der Frage nach der Zukunft der Kölner Häfen widmen. Als Schwerpunkte sind die Kontroversen um den Ausbau des Hafens Godorf und die Umgestaltung des Hafens bzw. der Hafenumgebung in Deutz und Mülheim in Wohn- und Arbeitsquartiere eingeplant.

Daher laden wir unter dem Titel "Volle Kraft voraus! Die Zukunft der Kölner Häfen" zu einer Podiumsdiskussion mit Wolfgang Birlin (HGK), Dr. Ulrich Soénius (IHK), Holger Sticht (BUND NRW) und Markus Greitemann (Stadt Köln) ein. Moderiert wird diese von Jürgen Keimer.

Ort: Trinitatiskirche, Filzengraben 4 in 50676 Köln.



Dienstag | 06.11.2018 | 18 Uhr
Der Aurora-Stern – ein stadtbildprägender Gebäudekomplex und seine Zukunft
Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator

Der Gebäudekomplex der heutigen Ellmühle entwickelte sich ursprünglich aus zwei getrennt liegenden Getreidemühlen, der Auermühle und der Mühle Leysieffer & Lietzmann, später Ellmühle. Beide wurden 1910 in der Anfangszeit des Deutzer Hafens errichtet, fortschreitend erweitert, nach Teilzerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut und wuchsen baulich schließlich zu der heutigen langgestreckten Gesamtanlage am Hafenbecken zusammen.

In dieser überkommenen Form ist das Mühlenensemble – neben den Kirchentürmen und dem Dom eines der stadtbildprägenden Gebäudekomplexe innerhalb der Kölner Rheinveduten. Im Rahmen der Veräußerung des Mühlengeländes und der Gebäude wurde die „Aurora-Mühle“ unter Denkmalschutz gestellt. In denkmalpflegerischer Hinsicht dokumentiert die Ellmühle ihre bauliche Entwicklung seit ihren Anfängen. Aus der Entstehungszeit beider Mühlen (1910/11 bis 1920er Jahre) ist Bausubstanz erhalten, die es in ihrer überlieferten Form zu bewahren gilt, da es sich um authentische Zeugnisse aus dem Beginn der industriellen Mühlenproduktion am Standort handelt. Infolge von unterschiedlich starken Kriegsbeschädigungen erfolgte in den Jahren ab 1946 der zügige Wiederaufbau und Ausbau zu den beiden Großmühlenbetrieben. Seit den frühen Nachkriegsjahren bis um 1965 entstand das heutige Erscheinungsbild der Ellmühle, für die insbesondere ihre lückenlose Bauzeile entlang des Hafenbeckens charakteristisch ist.

Die Wiederaufbauleistung ist daher im Hinblick auf die städtebauliche Wirksamkeit der Baumassen von erheblicher Bedeutung. Das Interesse des Denkmalschutzes an der Erhaltung der Ellmühle als nahezu voll umfänglicher Gesamtanlage konzentriert sich auf zwei wesentliche Komponenten: Zum einen auf den Erhalt bestimmter Teile in ihrer historischen Substanz und zum anderen auf die Bewahrung des städtebaulichen Erscheinungsbildes in seiner prägenden Wirkung.

Im Rahmen des Verkaufs steht nun eine umfängliche Umnutzung der Gebäude und des Areals an. Der Vortrag möchte die Potentiale einer solchen Konversion aufzeigen und der Frage nachgehen, wie die charakterbildenden Eigenschaften ‚dieses Denkmals‘ erhalten werden können.