Kloster Lond (Best. 320) Laufzeit: (1145) 1280 - 1575 Bestand (170 Verzeichnungseinheiten, 710 Einträge)

Die Zisterzienser-Klöster Lond, Lekno/Wongrowitz (beide Erzdiözese Gnesen) und Obra (Diözese Posen) in Polen wurden im 15. Jahrhundert als die kölnischen Klöster bezeichnet, weil sie nur Kölner Bürgersöhne als Mönche aufnahmen und zum Abt wählten. Der polnische Adel bekämpfte diese Gewohnheit, die sich erst allmählich ausgebildet hatte, mehr aus ständischen als nationalen Motiven und hatte schließlich 1551/53 den Erfolg, dass die deutschen Mönche ihre Klöster verließen. Sie gingen nun die Stadt Köln um Hilfe an, die es tatsächlich auf sich nahm, auf ihre Kosten einen Prozess beim Papst zu betreiben mit dem Ziel der Restitution. In diesem Zusammenhang wurden 17 Urkunden und ein Kopiar des Klosters Lond nach Köln gesandt. Da der Prozess in Rom aber nicht die erhofften Fortschritte machte, hat man ihn aufgegeben.
Das Schriftgut, das inzwischen angewachsen war, ist zusammen mit den Londer Dokumenten im Syndikatsarchiv abgelegt worden. In der Folge ist der Komplex mit weiterem stadtkölnischen Schriftgut angefüllt worden, so dass sich die Notwendigkeit eines neuen Findbuchs ergab. Jedoch ist die eigentümliche Struktur dieses Mischbestandes aus Pertinenz und fremder Provenienz nicht berührt worden.
Der Bestand ist geteilt in die Reihe U für Urkunden und A für Akten, wobei im vorliegenden Fall einzelne Schreiben als A gezählt worden sind. Dazu treten das Kopiar (A 129) und zwei Prozess-Rotuli (A 127 + 128). Nur 18 Stücke aus beiden Reihen insgesamt datieren vor 1500.


Umfang:
35 Urkunden; 0,3 m Akten
Abg-Stelle:
Lond (poln. Lad), Zisterzienserkloster; Stadt Köln (Reichsstadt)