Dreikönigsgymnasium (Best. 560) Laufzeit: 1815-1972 Bestand (1947 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

I. Einleitung

1) Geschichtlicher Überblick

Am 24. April 1815 fand die feierliche Eröffnung des Kölnischen Gymnasiums durch den Konsistorialrat Karl Friedrich August Grashof statt.
Nach Abzug der Franzosen und Übergang des Rheinlandes an Preußen ordnete Grashof das Kölner Schulsystem neu. In zwei vierklassigen Kollegien sollten die Schüler auf das ebenfalls vier Klassen umfassende Gymnasium vorbereitet werden.

Das eine Kollegium war, wie das Gymnasium, im ehemaligen Jesuitengebäude unterge-bracht, das andere im früheren Karmeliterkloster an der Severinstraße.

Ab 1819 ging das Jesuitenkollegium ganz im Gymnasium auf. Für das Gymnasium wurde ab 1820 auch die Bezeichnung Jesuitengymnasium gebräuchlich.

Durch Kabinettsordre vom 15. Dezember 1829 erhielt das Gymnasium den Namen Katholisches Gymnasium.

Um es von dem 1860 gegründeten, ebenfalls katholischen Apostelgymnasium zu unter-scheiden, bekam es den Zusatz "an Marzellen".

Im Jahre 1911 erfolgte der Umzug in den Neubau am Thürmchenswall mit einer erneuten Namensänderung in Dreikönigsgymnasium.

Im Zuge der Kommunalisierung der bisher staatlichen Gymnasien kehrte das Drei-königsgymnasium 1974 in städtische Trägerschaft zurück.

1977 wurde die Schule vom Thürmchenswall in einen Neubau an der Escher Straße verlegt.

2) Direktoren:

Seber, Franz-Josef
1815 -1819
Heuser, Adolf Rudolf Josef
1819 - 1823
Birnbaum, Eugen Jakob Maria
1824 - 1854
Ditges, Philipp Jakob
1854 - 1884
Milz, Heinrich
1884 - 1901
Wetzel, Martin
1901 - 1902
Wesener, Georg
1903 - 1912
Franke, Josef
1912 - 1925
Limper, Wilhelm
1926 - 1939
Kempen, Reiner von
1939 - 1945
Klein, Anton
1945 - 1955
Rick, Gottfried
1955 - 1969
Rosner, Bruno
1970 -

3) Literatur

Klinkenberg, Josef (Herausgeber): Das Marzellen-Gymnasium
in Köln 1450 - 1911. Festschrift. Köln 1911. (Ek 15.7)

Gerhartz, Josef und Wedekind, Peter (Herausgeber): Die Abiturienten und Lehrer des Marzellen-Gymnasiums 1815 - 1911. Köln 1911. (Ek 116)

Kuckhoff, Josef: Die Geschichte des Gymnasium Tricoronatum. Köln 1931.
(Ea 28,1)

Tricoronatum. Festschrift zur 400-Jahr-Feier des Dreikönigsgymnasiums. Köln 1952.
(Ek 16a)

Dreikönigsgymnasium 1977. Festschrift aus Anlaß des Umzugs des Dreikönigsgymnasiums im August 1977 vom Thürmchenswall zur Escher Straße. Köln 1977.
(Ek 127)

4) Aktenübernahme und Ordnungsverfahren

Die Akten des Dreikönigsgymnasiums wurden am 23. Juni 1977 an das Historische Archiv abgeliefert. Zwölf weitere Aktenstücke, die Herr Direktor Trautmann vom Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds zur Einsichtnahme vom Dreikönigsgymnasium erhalten hatte, überbrachte er am 3. und 5. Januar 1978 dem Archiv. Herr Doktor Trautmann macht im Schreiben vom 5. Januar 1978 (Az. 412101-7) an diesen und weiteren Akten des Dreikönigsgymnasiums Eigentumsrechte des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds geltend.

Die Akten waren bei der Übernahme vollkommen ungeordnet und sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Sie weisen häufig Wasserschäden auf (verwaschene Schrift, zusammenklebende Seiten), zahlreiche fadengebundene Akten sind im Rücken gebrochen.

Nach einer groben Vorsortierung wurden die Akten umgebettet, von Metallteilen befreit, nach numerus currens verzeichnet und abschließend klassifiziert.

Sie erhielten die Bestandsnummer 560.

Die Akten umfassen die Zeit von 1815 bis 1948/49.

Folgende Serien reichen bis in spätere Zeit:

Geschäftstagebücher 1957
Schulprogramme 1968
Mitteilungen an die Lehrer 1965
Protokolle der Lehrerkonferenzen 1964
Aufnahme von Schülern in die Sexta 1954
Reifeprüfungsakten und -arbeiten
des Gymnasiums 1972
Zeugnislisten 1969

Alle anderen Aktenstücke, die über den zeitlichen Rahmen hinaus gingen (2 Archivkartons), wurden dem Bestand unverzeichnet angegliedert, um bei zukünftigen Abliefe-rungen mit bearbeitet zu werden.

Zwei Akten wurden dem Bestand 208: Kaiser-Wilhelm-Gymnasium angefügt; die Pläne des Schulgebäudes wurden an die Plankammer abgegeben.

Der Bestand 560 umfaßt 150 Archivkartons.

Umfang:
50 m, 1964 Akten