Kaiser-Wilhelm-Gymnasium (Best. 568) Bestand (255 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Am 14.6.1989 fanden sich im aufgelösten Aufbaugymnasium Gereonsmühlengasse noch Unterlagen über Reifeprüfungen von 1917, 1933, 1937. Sie sind den Nummern 94 und 119 beigeordnet sowie als Nummer 253 in den Bestand eingegliedert worden.
Vergleiche auch Bestand 1289 Verein der ehemaligen Schüler des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums
Schulprogramme 1883/84 und 1884/85 in: Rheinische Abhandlungen 1868-1887 Sammelband. Di 146


Zur Gründungsgeschichte

Das starke Anwachsen der Bevölkerung in Köln seit Anfang der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts führte naturgemäß auch zu einer Überfüllung der Kölner höheren Schulen; so war das damalige katholische Gymnasium (später Gymnasium an Marzellen) zu einem Doppelgymnasium mit 16 Klassen angewachsen. Seit 1852 wurden Verhandlungen wegen Errichtung eines dritten Kölner Gymnasiums geführt und am 28. März 1859 konnte mit dem Bau des katholischen Gymnasiums an der Apostelkirche begonnen werden. Die Eröffnung fand am 15. Oktober 1860 statt. Das katholische Gymnasium (an Marzellen) wurde wieder auf eine achtklassige Anstalt zurückgeführt. Eine baldige erneute Überfüllung der Schulen war vorauszusehen und so wurde bereits 1860 die Errichtung eines katholischen Progymnasiums ins Auge gefasst. Dem Gymnasial-Verwaltungsrat gelang es, bereits am 11. Mai 1861 dem Provinzialschulkollegium ein den Gebrüdern Haan gehöriges Terrain am Perlengraben (in der Heinrichstraße 2-4) in Vorschlag zu bringen, bei dessen Erwerb sofort auf Errichtung eines vollständigen Gymnasiums Rücksicht genommen wurde. Unter dem 2. September 1863 erfolgte die ministerielle Genehmigung zum Ankauf des Grundstückes. Am 12. November 1863 genehmigte das Provisorische Schulkollegium den Kaufvertrag. Das Ministerium erteilte am 30. Dezember 1865 die Genehmigung für den von dem Kreisbaumeister Böttcher vorgelegten Bauplan. Die Kosten für Grundstück und Neubau wurden aus dem Gymnasialfonds bestritten ebenso wie die Kosten für den Bau des Apostelgymnasiums; im Gegensatz hierzu waren das Gymnasium an Marzellen und das Friedrich Wilhelm Gymnasium Eigentum der Stadt.
Die Eröffnung des Progymnasiums erfolgte am 6. Oktober 1868 mit 5 Klassen. Erster Rektor war der in Kalkum geborene Doktor Wilhelm Schmitz. Durch K.O. vom 22. April 1871 wurde das Progymnasium unter dem Namen Kaiser Wilhelm Gymnasium zur Vollanstalt erhoben und der bisherige Rektor zum Direktor ernannt. Am 9. Oktober 1871 wurde das Kaiser Wilhelm Gymnasium eröffnet.