Bahnen (Best. 715) Laufzeit: 1881 - 1944 Bestand (17 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Vorbemerkung


Die Akten des vorliegenden Bestandes Abt. 715 (Städtische Bahnen) wurden zwischen 1928 und 1940 in mehreren Ablieferungen an das Historische Archiv abgegeben. Der Zeitpunkt der Abgabe der Geschäftsbücher und Journale (Nrn. 496-600) ist nicht bekannt. Der Bestand wurde erstmals 1948, nach Rückführung aus der kriegsbedingten Auslagerung, auf Vollständigkeit überprüft und signiert. Erhalten sind nur die Akten mit vorangestellter handschriftlicher Zählung. Die Verluste gehen, wie Randbemerkungen anzeigen, auf reguläre Aktenvernichtungen in der Vorkriegszeit zurück.

Der gesamte Bestand enthält mehrere Registraturschichten. Als älteste Schicht sind die Akten aus der Zentralregistratur B II - Werke, Brücken, Bahnen anzusehen. Diese Registratur wurde in den 90er Jahren eingerichtet und bestand bis 1909/1912. Sie ist an der Struktur der Aktensignaturen zu erkennen: Registratur = B II, Abteilung IX-XII, Unterabteilung IX: 1-14, X: 1-4, XI: 1-2, XII: 1. Mit der städtischen Verwaltungsreorganisation von 1912 und der Umstellung von Zentralregistraturen auf verselbständigte Abteilungen erhielt die alte Registratur B II die Bezeichnung A 16: Abt. für Werke, Brücken und Bahnen. Bei der Umstellung von Abteilungen auf Ämter im Jahre 1921 behielt dieser Verwaltungsbereich die alte Abteilungs-Nr. 16. Das neue Amt gliederte sich in die selbständigen Direktionen Gas- und Wasserwerke, Elektrizitätswerke, Bahnen und die Brückenbau-Abteilung. Im Jahre 1922 wurde das alte Amt 2 Amt für Gemeindeanstalten aufgelöst und die einzelnen Geschäftsbereiche (Feuerwehr, Fuhrpark, Schlacht- und Viehhof, Hafen und Hafenbauamt) mit eigenen Abteilungen in das Amt 16 überführt. Mit der Büroreform von 1928 erfolgte die Herauslösung dieser Werke und Einrichtungen aus der allgemeinen städtischen Ämterstruktur und ihre Zusammenfassung unter einer eigenen Hauptverwaltung ?Betriebe. Diese Verselbständigung wurde mit der Reorganisation von 1933 und der eigenen Hauptverwaltung 9: ?Verwaltung der Betriebe verfestigt.

Die wechselhafte Organisationsgeschichte ist eine Erklärung dafür, daß in den vorliegenden Bestand Abt. 715 neben Akten der Bahnen auch solche der GEW-Werke, übergeordnete allgemeine Vorgänge, aber auch Akten betr. Bahnangelegenheiten der früher selbständigen, mittlerweile eingemeindeten Städte und Gemeinden befinden. Diese bei der städtischen Bahnverwaltung nicht fortgeführten Akten (Nrn. 360-443) wurden vor einigen Jahren aus dem Bestand herausgelöst und wieder den alten Vorortbeständen zugeordnet (vgl. Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln,
II

Heft 73: Archive eingemeindeter Vororte. Eine Übersicht. Köln 1989).

Bereits z. Z. der Geltungsdauer der Zentralregistratur B II - wohl in den 90er Jahren - wurde für die Vorort- und Straßenbahnen eine Registraturneuordnung durchgeführt. Sie ist an den Aktensignaturen BII/Abteilung I-V, Unterabteilung I: 1-3, II: 1-3, III: 1-3, IV: 1-4, V: 1-21 zu erkennen. Über die späteren Registraturneuordnungen kann erst eine genauere Ordnung und Verzeichnung des Bestandes Aufschlüsse geben; überhaupt bedarf der Bestand einer dringenden Neuverzeichnung, um die in den einzelnen Abgabelisten getrennt aufgeführten Aktengruppen wieder zusammenzuführen und die Akten nach einer übersichtlichen Gliederung zu ordnen.



Köln, den 22. November 1996

Umfang:
32,60 lfm; 954 Stck