Domstift (Best. 210) Laufzeit: um 1100 - 1831 Bestand (0 Verzeichnungseinheiten, 282 Einträge)

Der Bestand beinhaltet Urkunden, Akten, Repertorien und Handschriften des im Nordosten der Römerstadt beheimateten Kölner Domstiftes von ca. 1100-1831. Dieses Kollegiatsstift wurde spätestens im 7. Jahrhundert gegründet und 1802 wieder aufgelöst. Aufgrund seiner reichen Ausstattung mit Gütern und Rechten und nicht zuletzt wegen der politischen Wirksamkeit des Domkapitels, bspw. bei Wahl und Beratung des Erzbischofs, nahm das Domstift eine herausragende Stellung unter den Kölner Konventen ein.

Das Archiv des Domstifts war in seiner Frühzeit mit dem des Erzbischofs identisch. Aus unbekannten Gründen enthält es heute wie schon im 13. Jh. nichts aus den Jahren vor 1100. Im Laufe des 14. Jh. bildete sich langsam ein eigenes erzbischöflich-kurkölnisches Archiv aus. Da aber das Domkapitel noch lange Zugriffsrechte auf das erzbischöfliche Archiv besaß, die Archive beider Institutionen auf der Flucht vor den Franzosen seit 1794 ein gleiches Schicksal durchlitten, in dessen Folge sie in Teilen und auf Umwegen (aus Darmstadt erst 1866) ins Staatsarchiv Düsseldorf (heute Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland) gelangten ist die Abgrenzung der heutigen Bestände Kurköln und Domstift das Ergebnis archivischer Abeit im Zuge der fortschreitenden Erkenntnisse über Provenienzen und Behördengeschichte. 1949 wurde der Bestand Domstift nach Köln überführt. Mangels neuerer Untersuchungen zur Geschichte des Domstifts muss man sich noch mit einem mehr formalen und wenig differenzierten Ordnungsstand begnügen.

Der Bestand beinhaltet mehr als 3400 Urkunden und Urkundenabschriften zu den Jahren 973-1834, die chronologisch gereiht sind, wobei die 85 Lehnsurkunden eine eigene Reihe bilden, geordnet nach den verlehnten Objekten. U 3/35, die sogenannte Gelnhäuser Urkunde von 1180 (D FI 795), gilt seit 1945 als verloren. Weiterhin umfasst der Bestand etwa 60 m Akten zu inneren und äußeren Angelegenheiten des Domstiftes. Die wesentlichen Bestandteile der Gruppe ?Repertorien und Handschriften sind ein dreibändiges Repertorium aus dem 17. und 18. Jahrhundert (RH 1), drei Memorienbücher (RH 16-17) sowie mehr als zehn Kopiare (RH 3-15). RH 3 ist das im Findbuch mit A bezeichnete. Bei Leonard Korth, Liber privilegiorum maioris ecclesie Coloniensis. Das älteste Kartular des Kölner Domstiftes, Trier 1887, trägt RH 3 die Sigle B.

Umfang:
3424 Urkunden, 61 m Akten

Nicht zugeordnete nutzergenerierte Einträge (282)

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