Behr-Heyder, Friedrich (Best. 1763) Laufzeit: 1887-1977 Bestand (0 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Vorwort
Der Nachlass des Kölner Geologen Dr. Fritz Matthias Behr- Heyder und seiner Frau Johanna, geb. Heyder wurde dem Historischen Archiv der Stadt Köln am 28. Feb. 2005 von seinem Sohn Fritz Behr- Heyder übergeben (Inv. 2005/017). Es handelt sich in der Hauptsache um Briefe von Dr. Behr- Heyder an seine Frau Johanna aus der Zeit des 1. Weltkriegs und den Briefwechsel des Ehepaars während der Kolumbienaufenthalte 1921- 1923.
Herr Behr- Heyder hatte die Briefe durchgesehen, vorgeordnet und einzelne Konvolute mit Erläuterungen und Zusammenfassungen versehen, die im Bestand verbleiben. Der Vermerk ?mit Notizen von F. B.- H. im Findbuch bezieht sich auf diese Notizen, längere Ausführungen sind unter eigener Signatur zu finden.
Fritz Matthias Behr wurde am 31. Aug. 1891 in Colmar (Elsass) als Sohn des Rechtsanwalts Franz Hilger Behr aus Höllen/Jülich und seiner Frau Antonie (Toni) Behr geb. Hoven aus Schlebusch geboren. Er studierte Geologie in Fribourg (Schweiz), Freiburg i.Br., München und Bonn und schloss dieses Studium mit der Promotion am 21. Mai 1915 in Bonn ab. Am 19. Sep. 1916 heirateten er und Maria Johanna Therese Heyder (geb. am 31. Juli 1891 in Köln), Tochter von Sanitätsrat Dr. Konrad Heyder und Therese Heyder, Präsidentin des Katholischen Frauenbundes. Der Familienname Behr- Heyder wurde durch Verfügung vom 31. März 1921 genehmigt.
Im 1. Weltkrieg war Fritz Matthias Behr zunächst Kriegsfreiwilliger, ab 1916 wurde er als Geologe eingesetzt. Nach der Entlassung aus dem Militärdienst am 27. Nov. 1918 wohnte er mit seiner Familie in Köln- Marienburg und war tätig am Städtischen Museum für Handel und Industrie in der Kölner Handelshochschule (später Universität).
Am 22. Feb. 1921 schloss er mit der Regierung der Republik Kolumbien einen Vertrag über geologische Forschungsarbeiten. In den Jahren 1921- 1923 hielt er sich zu diesem Zweck mehrmals längere Zeit in Kolumbien auf. Seine Frau blieb mit den Kindern in Köln und zog im April 1923 nach Rodenkirchen in ein neu errichtetes Eigenheim (Fertighaus der Deutschen Werkstätten Dresden- Hellerau, Architekt: Prof. Richard Riemerschmid). Auf einer seiner Expeditionen ertrank Fritz M. Behr- Heyder am 4. Mai 1923 im Rio Sucio bei Pavarandocito (Kolumbien).
Das Findbuch besteht aus Gliederung, Verzeichnis der Stücke, Index und Konkordanz. Im Verzeichnis folgt rechts neben der Signatur die Stück- bzw. Konvolutbeschreibung, daneben stehen Stückzahl und Angaben zur Laufzeit bzw. zum Datum der Stücke. Anmerkungen und Ergänzungen, die nicht aus den Stücken selbst hervorgehen, sondern von der Bearbeiterin stammen, sind mit eckigen Klammern kenntlich gemacht.
Sachbetreffe und Personen, die in der Gliederung aufgeführt sind, werden nicht nochmals in den Index aufgenommen. Ebenfalls nicht aufgenommen sind einzelne Ministerien und Behörden der Republik Kolumbien.
Beatrix Klein
02.05.05

Die nach Fertigstellung des Findbuchs zugegangenen Stücke (Inv. 2005/64 und 2005/78) wurden eingearbeitet bzw. unter den Nrn. 87- 94 ergänzt.
Beatrix Klein
05.01.06

Abkürzungen
Ab Abbildung(en)
Bl Blatt
Ex Exemplare
Hz Handzettel
hs handschriftlich
ms maschinenschriftlich
oD ohne Datum
S Seite(n)
span spanisch
ÜF Überformat

Nachlass von Dr. Fritz M. Behr- Heyder im Archiv der Universität zu Köln
Über den hier vorliegenden Nachlassbestand hinausgehende Unterlagen von Dr. Fritz M. Behr-Heyder befinden sich im Universitätsarchiv (Universitätsstraße 33, 50931 Köln). Unter der Bestandsbezeichnung Zug. 634 sind wissenschaftliche Arbeiten von Fritz M. Behr-Heyder aus seiner Zeit als Kriegsgeologe sowie von Expeditionen in Kolumbien zusammengestellt. Ergänzend hierzu befinden sich Personalakten in Zug. 17/303 und Zug. 27/78.

Umfang:
0,60 m