Bourfeind, Paul (Best. 1303) Laufzeit: 1910-1968 Bestand (0 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Bourfeind, Paul, 1886-1968, Studienrat am Realgymnasium Köln-Lindenthal, Schriftsteller, Leiter der Rheinischen Literatur- und Buchwochen 1922-1924, Stadtverordneter in Köln, SPD (1922-1925), Mitarbeiter der Freien Volksbühne Köln e.V.; Enthält u.a.: Manuskripte, Typoskripte, Reinschriften von Gedichten, Bühnenstücken, Hörspielen und Filmexposés, von Volksbühnenstücken, historischen Dramen und Schauspielen, Lust-, Sing-, Märchen-, Weihnachts- und Legendenspielen, Romanen, Erzählungen, Essays; Reden und Vorträge; Entwürfe, Materialsammlungen für literarische Entwürfe und Essays; Korrespondenz mit Verlagen und Literaturagenten; Tätigkeit als Herausgeber (Deutsches Film-Jahrbuch, Das Deutsche Theater); Persönliches; Tagebücher (1905-1966), Notizbücher, Terminkalender; Unterlagen zur Familienforschung; Manuskripte fremder Autoren; Unterlagen des Bruders Journalist Erich Bourfeind: Persönliches, Manuskripte, Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften, u.a. Saarheimat. Zeitschrift für Kultur, Landschaft und Volkstum, hrsg. vom Saarländischen Heimat- und Kulturbund (1959-1964), Saarbrücker Hefte, hrsg. v. Kultur- und Schulamt der Stadt Saarbrücken (1955-1963)

. Übernahme, Vorordnung, Benutzung
Der Nachlaß des Kölner Schriftstellers Dr. Paul Bourfeind (1886 - 1968) wurde dem Archiv am 25. Oktober 1983 von Herrn Peter Fuchs übergeben (acc. 1189/83). Dieser hatte ihn aufgrund früherer Kontakte mit Paul Bourfeind nach dessen Tod von seinem Neffen Dr. Vogt erhalten. Bei der Übernahme umfaßte der Nachlaß 4 große Umzugskartons und 21 mittlere Kartons mit Manuskripten, Korrespondenz, persönlichen Unterlagen, Büchern und Zeitschriften. Der Nachlaß erhielt die Bestands-Nr. 1303.
Im Zuge der am 5. Januar 1984 begonnenen Verpackung des Nachlasses in Archivkartons wurde er vorgeordnet und eine Liste über den Inhalt der einzelnen Kästen erstellt. Kassationen und konservatorische Maßnahmen wurden dabei zunächst nicht vorgenommen. Nach Abschluß der Verpackung beläuft sich der Bestand auf 36 Archivkartons. Die meisten Bücher und Zeitschriften wurden im Rahmen der Vereinbarung zwischen dem Literatur-Archiv und dem Historischen Archiv über die Aufbewahrung literarischer Nachlässe an die Zentralbibliothek abgegeben. Einige Zeitschriften und Schulbücher wurden zur Ergänzung vorhandener Serien der Sammlung Lauterbach eingegliedert (vgl. Liste über die Aufteilung der Zeitschriften und Bücher in den Akten).
Benutzungsbeschränkungen bestehen für den Nachlaß nicht. Jedoch ist eine Benutzung durch Dritte im Archiv aufgrund des Ordnungszustandes vorerst nicht möglich.
II. Lebenslauf Paul Bourfeind
1886 Dez. 22 Geb. in Solingen als Sohn des Küchenmeisters Konstantin Bourfeind und seiner Frau Johanna Sophia Driessen.
1890 Übersiedlung der Familie nach Köln.
1907 Abitur am Apostelgymnasium in Köln.
1907 - 1911 Studium in Bonn: Deutsch, Geschichte, Latein, Philosophie.
1910 Dez. 22 Verlobung mit Elly Vogt.
1911 Staatsexamen für das Lehramt in Deutsch, Philosophie, Latein.
1912 Beginn der praktischen Ausbildung am Gymnasium Kreuzgasse in Köln.
1912 April 14 Verheiratung mit Elly Vogt.
1913 - 1945 Lehrer am Realgymnasium Köln-Lindenthal, seit 1922 Studienrat.
1919 Matthias Dreibuchen, Schauspiel.
1919 Eintritt in die SPD.
1920 Monsieur de Paris, Drama.
1921 Der Ketzer, Drama. Uraufführung in Köln.
1921 ff. Mitarbeit beim Theater des werktätigen Volkes bzw. der Freien Volksbühne Köln e.V.
1921 Niederrhein, Gedichte.
1921 Völkerfrühling, Schauspiel.
1922 Promotion in Bonn. Thema: Die gesellschaftlichen Umschichtungen im socialen Roman zwischen 1830 und 1850.
1922 Floeduse, Gedichte.
1922 - 1924 Initiator u. Leiter der Rheinischen Literatur- u. Buchwochen.
1922 - 1925 Stadtverordneter in Köln.
1922 - 1928 Mitherausgeber des Jahrbuchs: Das deutsche Theater.
1923 Wir Wanderer in der Höhe, Gedichte.
1923 Der Schrecken von Paris, Skizzen.
1923 ff. Mitherausgeber von: Rheinische Sammlung, 4 Bde.
1924 Der Vikar von Offermannsheide, Roman.
1925 Gedanken zu einem Festspiel.
1926 Niederlegung aller öffentlichen Ämter.
1929 Austritt aus der SPD.
1929 Erziehung zum Erlebnis und Verständnis der Kunst.
1930 Von der Tragik des Lehrerberufes.
1931 Lausbubenweihnacht, Spiel mit Musik.
1931 Die lebendige Bibliothek.
1933 Eintritt in die NSDAP.
1935 Deutsche Weihnacht, Hörspiel.
1938 Peter Ommerborn, Roman.
1939 Des Lebens Licht, Gedichte und Erzählungen.
1946 Vorzeitige Pensionierung.
1961 Erzählerpreis des Westdeutschen Autorenverbandes (Preis der deutschen Kurzgeschichte).
1964/65 Chinesische Legendenspiele.
1968 Juni 19 Gest. in Köln.
Das Findbuch wurde von Frau Remmlinger geschrieben.
Köln, März 1984

Umfang:
12,60 m; 37 Kartons
Sperrvermerk:
Gesperrt bis: 2050