Jaekel, Joseph (Best. 1373) Bestand (281 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

1. Übernahme des Nachlasses
Der schriftliche Nachlaß des Metallplastikers Joseph Jaekel (1907 - 1985) wurde am 14.06.1988 von seiner Frau Mia dem Archiv übergeben und unter Nr. 1656/88 ins Zugangsbuch eingetragen.
Im Mai 1998 erfolgte eine weitere kleine Aktenabgabe, die in den Nachlaß, der die Bestandsnummer 1373 erhielt, eingearbeitet wurde.
Über die Aufbewahrung im Archiv wurde mit der Leihgeberin eine schriftliche Vereinbarung getroffen.
2. Ordnungsverfahren
Nach Vorarbeiten von Praktikanten wurden im Juni 1997 die Ordnungs - und Verzeichnungsarbeiten am Nachlaß Jaekel fortge - setzt und im Juli 1997 abgeschlossen.
Die Akten lagen in 11 Archivkartons. Zwei Kartons mit Archivalien waren noch gänzlich ungeordnet.
Bei der 1. Sichtung der Aktenmappen und der schon vorliegenden Titelaufnahmen zeigte sich, daß die innere Ordnung der Akten sehr zu wünschen übrig ließ. Häufig waren zusammengehörige Schriftstücke getrennt und in verschiedenen Mappen abgelegt. Daher waren noch umfangreiche Korrekturen erforderlich. Sie betrafen vor allem die Unterlagen über Jaekels künstlerisches Werk, die Ausstellungen und die Korresponden z. Letztere besteht vorwiegend aus eingehenden Schreiben.
Antwortkonzepte finden sich häufig auf der Rückseite der Briefe. Sie stammen fast immer von Frau Jaekel, die offensichtlich für ihren Mann die gesamte Korrespondenz geführt hat. Auch die in großer Zahl vorhandenen Briefumschläge tragen vielfach ihre Handschrift und geben in Stichworten Auskunft über den Inhalt der Antwortschreiben.
Die Masse der Briefe stammt aus den Jahren 1945 - 1985, d.h. daß auch die nach dem Tod Jaekels von seiner Frau geführten Korrespondenzen im Nachlaß vorliegen.
Die im Mai 1998 übernommenen Unterlagen wurden entweder in be - reits vorhandene Aktenmappen einsortiert oder zu eigenen Akteneinheiten formiert.
Der geordnete Bestand umfaßt 12 Archivkartons. 3. Benutzungsbestimmungen
Der Nachlaß ist für die allgemeine wissenschaftliche Benutzung nur nach schriftlicher Genehmigung durch die Leihgeberin Frau Mia Jaekel, Am Petershof 1, 50933 Köln,
zugänglich. Zehn Jahre nach dem Ableben der Leihgeberin endet diese Benutzungsbeschränkung. Das Findbuch schrieb Frau Offermann. Köln, im Mai 1998
Frau Mechtild Wilkes

II. Lebenslauf Joseph Jaekels
23.4.1907 Geboren in Wallmenroth, Kreis Altenkirchen,als zweitältester Sohn des Lehrers Alois Jaekel und s einer Ehefrau Maria. Die früh verstorbenen Brüder Raymund und Clemens waren als Maler und Schriftsteller tätig.
1909 Umzug nach Köln
1913 - 1917 Besuch der Volksschule in Köln - Sülz
1917 - 1921 Besuch der Realgymnasiums in Köln - Lindenthal
1922 - 1925 Besuch der Klosterschule Knechtsteden
1925 - 1930 Studium an den Kölner Werkschulen
bei Hermann Schmidhuber, Hans Wissel und Richard Riemerschmidt
1930 Beginn der Tätigkeit als freier
Bildhauer
1938 Heirat mit Mia Türner, die seine
Assistentin wird
1940 Einberufung in den Kriegsdienst, aus dem er
im gleichen Jahr aus gesundheitlichen Gründen wieder entlassen wird
1942 Zerstörung von Wohnung und Atelier durch
Bomben; Evakuierung nach Linz am Rhein
1945 Rückkehr nach Köln; Bezug eines Wohnate -
liers in der Rankestraße in Sülz. Mitglied der Rheinischen Künstlergemeinschaft

1.4.1947 Berufung an die Kölner Werkschulen als
Leiter der Fachklasse für Metallplastik und - treiben
1948 - 1962 Präsident der Arbeitsgemeinschaft
Kölner Künstler
1954 Geburt der Tochter Susanne
1959 Umzug in das neue Wohnhaus in Köln -
Müngersdorf
23.7.1963 Stellvertretender Direktor an den
Kölner Werkschulen
25.2.1970 Ernennung zum Professor
1972 Dekan des Fachbereichs "Kunst und
Design" an der neu organisierten Fachhochschule Köln
1974 Beendigung der Lehrtätigkeit
9.6.1985 Gestorben in Köln - Müngersdorf

Umfang:
4 lfd m, 12 Kartons