Konsumgenossenschaft Hoffnung (Best. 1237) Laufzeit: 1901-1961 Bestand (44 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Der vorliegende Bestand wurde bis auf die Nummern 33 - 37 von Herrn Werner Reinhold im Jahre 1976 dem Archiv übergeben. Herr Reinhold war ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der Konsumgenossenschaft 'Hoffnung'. Die Unterlagen wurden unter Nr. 871 akzessioniert. Die Nummern 33 - 37 stammen aus dem Bestand 82: Kriegswirtschaft. Sie sind durch den für die Kriegswirtschaft und Nahrungsmittelversorgung zuständigen Beigeordneten Heinrich Schäfer in den Aktenbestand geraten. Schäfer war vor seiner Wahl zum Beigeordneten 1920 Sekretär der Konsumgenossenschaft gewesen.

Die "Konsumgenossenschaft 'Hoffnung' für Mülheim/Rh. und Umgegend e.G.m.b.H." wurde am 10. März 1901 gegründet und am 9. Mai 1901 in das Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Mülheim eingetragen. Zwei Monate später wurde in der Bleichstraße 4 in Mülheim die erste Verteilungsstelle eröffnet. Diese Konsumgenossenschaft, die später bis 1921 als "Konsumgenossenschaft 'Hoffnung' Köln am Rhein und Umgegend", danach als "Rheinisch-Bergische Konsumgenossenschaft 'Hoffnung' e.G.m.b.H. Köln-Kalk" firmierte, übernahm in den folgenden Jahren die Konsumgenossenschaften der näheren Umgebung: 1904 die 1902 gegründete "Konsumgenossenschaft Cöln-Ehrenfeld e.G.m.b.H." mit zwei Verteilungsstellen in Ehrenfeld und Nippes und 1912 den "Konsumverein für Euskirchen und Umgegend", der 1903 gegründet worden war. Im Jahr 1921 erfolgte die Verschmelzung mit der in Solingen ansässigen "Konsumgenossenschaft Solidarität G.m.b.H. Ohligs". Diese Genossenschaft, die 1902 gegründet worden war, hatte bereits 1914 den 1911 in Opladen errichteten Eisenbahner-Konsumverein "Flügelrad" übernommen. Die nunmehr als Rheinisch-Bergische Konsumgenossenschaft Hoffnung e.G.m.b.H. Köln-Kalk firmierende Genossenschaft übernahm dann noch 1924 den Bezirkskonsumverein "Mittelrhein" in Koblenz. Dieser war 1911 als "Konsum- und Sparverein für Coblenz und Umgegend" gegründet worden und hatte noch 1923 die 1918 gegründete "Konsum- und Spargenossenschaft für Braubach/Rhein und Umgegend" übernommen. Ebenfalls 1924 übernahm die "Rheinisch-Bergische" auch noch die 1907 gegründete "Produktiv- und Konsumgenossenschaft für Höhr und Umgebung". Mit dieser letzten Ausweitung war der Konzentrationsprozeß für die zwanziger Jahre abgeschlossen. Nach 1933 konnte die Genossenschaft, die schon bald in "Rheinisch-Bergische Verbrauchergenossenschaft 'Hoffnung' Köln e.G.m.b.H." umbenannt wurde, nur noch ein sehr beschränktes wirtschaftliches Eigenleben führen. Die völlige Gleichschaltung und Auflösung erfolgte dann 1941. Die Genossenschaft wurde zwangsweise in die Deutsche Arbeitsfront (DAF) überführt, und zwar in das der DAF gehörende "Gemeinschaftswerk Versorgungsring Köln G.m.b.H.".

Enthält u.a.:Protokolle der Generalversammlungen und Vertreterversammlungen, des Vorstandes und des Aufsichtsrates; Revisionsprotokolle; Protokolle der Vollversammlung des Genossenschaftsrates; Protokolle übernommener Konsumgenossenschaften Braubach/Rhein, Köln-Ehrenfeld, Euskirchen, Konsum- und Sparverein Koblenz und Umgegend, Konsumgenossenschaft ?Solidarität Ohligs; Akten, Statuten betr. Konsumverein für Euskirchen, Konsum- und Sparverein für Koblenz und Umgegend, Konsum- und Sparverein ?Rheinahr Remagen; Konsumentenausschuss Konsumgenossenschaft ?Hoffnung, Köln; Verschmelzung mit der Produktiv- und Konsumgenossenschaft Höhr und Umgebung, Überführung in das Gemeinschaftswerk Versorgungsring Köln m.b.H. der DAF; Pensionsangelegenheiten; Sterbeunterstützung; Verein der Kinderfreunde im Bezirk der Konsumgenossenschaft ?Hoffnung.

Der Bestand wurde 1978 von Frau Tietz-Lassotta geordnet und durch eine Titelverzeichnung erschlossen. Vor der endgültigen Anfertigung des Findbuches wurden die in den Protokollbüchern liegenden losen Vorgänge herausgezogen, zu Akten formiert und verzeichnet. Das Findbuch schrieb S. Remmlinger, Köln, März 1986.

Umfang:
4 Kartons; 1,30 m; 44 VE