Rhein-Mosel-Gesellschaft (Best. 1080) Laufzeit: 01.03.1915-30.11.1922 Bestand (0 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Der vorliegende Aktenbestand umfaßt die Registratur der Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel, die als GmbH mit Sitz in Köln für die Beschaffung und Verteilung von Lebensmitteln in der Rheinprovinz zuständig war.
Die Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel war 1916 von den Land- und Stadtkreisen der Regierungsbezirke Aachen, Koblenz, Köln und Trier gemeinsam errichtet worden. Sie fungierte, neben vergleichbar ähnlichen Lebensmittelverteilungsstellen in anderen Regionen, als Organisation - im Rahmen der Kriegsernährungswirtschaft - auf der Ebene der Bezirkszentralen.
I. Geschichte der Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel
1.1 Maßnahmen zur Sicherung der Volksernährung im Ersten Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg stellte Reich, Bundesstaaten und Kommunalverwaltungen vor eine Vielzahl neuer administrativer Aufgaben. In den zuständigen Behörden war in den fast viereinhalb Friedensjahrzehnten seit der Reichsgründung nur unzureichend über die Rückwirkungen eines bewaffneten Konflikts auf Zivilbevölkerung und Wirtschaftsleben diskutiert worden, so daß bei Kriegsausbruch die Verwaltung auch in bezug auf die Gewährleistung der Volksernährung improvisierte Lösungen zu finden hatte.( Vgl. Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. III, S. 866ff)
Am 04.08.1914 wurde ein Gesetz betr. Höchstpreis erlassen. Die Höchstpreispolitik allein war allerdings keine ausreichende Maßnahme zur Lenkung und Steigerung des ständig knapper werdenden Lebensmittel-Angebots. Als im Winter 1914/15 die Versorgung mit Brotgetreide und Kartoffeln schwierig wurde, stellte das Reichsamt des Innern im Januar 1915 Brotgetreide und Mehl unter Zwangsbewirtschaftung und führte die Brotkarte ein. Mit der - Ende Juni 1915 - als durchführende Verteilungstelle geschaffenen Reichsgetreidestelle nahm die erste der für die weitere Kriegsernährungswirtschaft typischen Reichsstellen und Kriegsgesellschaften ihre Arbeit auf. Im Juli 1915 entstand die Reichsfuttermittelstelle, im Oktober 1915 die Reichskartoffelstelle, im März 1916 die Reichsfleischstelle usw.
Im August 1914 wurde in Hamburg eine zentrale Einkaufsstelle unter dem Namen Reichseinkauf gegründet. Erst nach ihrer Übersiedlung nach Berlin im Dezember 1914 erhielt sie den Namen Zentral-Einkauf-Gesellschaft. Gegründet wurde sie vom Reich, den Bundesstaaten und einigen großen Privatfirmen.
Zweck der ZEG war die Einfuhr von Lebensmitteln aus dem neutralen und verbündeten Ausland. Die Verteilung der Lebensmittel erfolgte nicht direkt durch die ZEG selbst, sondern durch die, nach Warenarten spezialisierten, zuständigen Reichsstellen.
Schließlich wurde im Mai 1916 das Kriegsernährungsamt (KEA) geschaffen, dessen Aufgabenkreis die gesamte Verkehrs- und Verbrauchsregelung einschließlich Ausfuhr und Preisgestaltung umfassen sollte. (Vgl. Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. III, S. 882ff.)
1.2 Verwaltungs- und Geschäftsgang der Lebensmittelverteilung
Von dem KEA als dem obersten Organ ausgehend hatten die für die einzelnen Massenlebensmittel bestellten Reichsstellen die Aufstellung und Überwachung des Gesamtwirtschaftsplans wie des Gesamtverteilungsplans der ihrem Geschäftsbereich unterstellten Waren - inländischer Erzeugung wie ausländischer Zufuhr - zur Aufgabe. Die Reichsstellen schufen sich entweder nach Bundesstaaten, Provinzen oder Regierungsbezirken Unterorgane, oder aber es wurden in den Bundesstaaten eigene Landesstellen für die Bewirtschaftung und Verteilung der eigenen Erzeugung wie der von den Reichsstellen überwiesenen Waren errichtet. Auch die Landesstellen schufen sich einen an die allgemeine Landesverwaltung anschließenden Verwaltungsunterbau.
1.2.1 Die Bezirkszentralen
Ausgehend von Süddeutschland bildeten sich ab dem Jahre 1915 die sogenannten Bezirkszentralen, in der Regel in der Rechtsform der GmbH, als Einkauf- und Verteilungsstellen und breiteten sich über ganz Deutschland aus. Ihr Bezirk umfaßte in Preußen die Provinz oder den Regierungsbezirk, in den anderen Bundesstaaten in der Regel das ganze Staatsgebiet, für die thüringischen Staaten bestand eine einzige Bezirkszentrale. Ihre Träger waren fast ausnahmslos die Stadt- und Landkreise. Anfänglich gedacht als Unterverteilungsstellen der ZEG, die zugleich im In- und Ausland selbständig kaufen sollten, wurden sie, indem ihnen auch von anderen Kriegsgesellschaften wie von den Behörden ihres Bezirks die Warenverteilung übertragen wurde, mehr und mehr zu Geschäftsabteilungen der Verwaltungsbehörden ihres Bezirks, die nach deren Anweisungen die geschäftliche Abwicklung der Verteilung vollführten.
1.3 Die Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel
Zum Zwecke der einheitlichen Regelung des Wareneinkaufs auf kommunaler Ebene waren Anfang 1916 der Oberpräsident der Rheinprovinz, die Regierungspräsidenten der Regierungsbezirke Aachen, Koblenz, Köln und Trier sowie die Oberbürgermeister und Landräte dieser Regierungsbezirke zusammengetroffen, um eine Stelle zu schaffen, welcher zur Vermeidung jeden Wettbewerbs der beteiligten Kommunalverbände und der ihnen angehörenden Gemeinden untereinander der gemeinsame Bezug der Lebensmittel und sonstigen Bedarfsgegenstände aus dem Ausland und den besetzten Gebieten sowie der gemeinsame Bezug der von der ZEG in Berlin oder von sonstigen Stellen zur Verfügung gestellten Bedarfsgegenstände und deren Verteilung oblag. Die ganze Rheinprovinz, einschließlich des Kreises Wetzlar und des Kreises Birkenfeld, mit Ausnahme des Regierungsbezirkes Düsseldorf (der eine eigene Gesellschaft unter dem Namen "Einkauf Niederrhein" bildete), war nun in einer Gesellschaft zusammengeschlossen zum Zwecke dieser kriegswirtschaftlichen Aufgabe (Zu diesen und allen folgenden Ausführungen über die Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel vergleiche das Typoskript von Ernst Zander (im HAStK vorhanden).)
Die Gründung der Gesellschaft fand am 25.02.1916 statt. Sie erhielt den Namen "Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel GmbH". Am 24. März 1916 erfolgte ihre gerichtliche Eintragung unter Nr. 2365 im Handelsregister Abt. B, Köln.
Gesellschafter waren zunächst die Stadt- und Landkreise der genannten Regierungsbezirke. Da zwischen dem 25.02. und 24.03.1916 Bundesratsverordnungen erschienen waren, die für alle wichtigen Auslandswaren, insbesondere Lebensmittel, die Ablieferung an die ZEG oder an sonstige zentrale Reichskriegswirtschaftsstellen vorschrieben, bestand die Aufgabe der neugegründeten Gesellschaft darin, die von der ZEG und anderen Stellen zugeteilten Waren schlüsselmäßig an die Kommunalverbände und industriellen Werke ihres Bezirks bzw. deren beauftragte Firmen zu überweisen. Die ursprüngliche Absicht der gründenden Kommunalverbände, die Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel mit dem Einkaufrecht im Ausland auszustatten, entfiel aber durch das Einfuhrmonopol der ZEG .
Die Gesellschaft, die ihren Sitz in Köln hatte, verfolgte ausschließlich gemeinnützige Zwecke, jedoch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Von dem nach Vornahme angemessener Abschreibungen verbleibendem jährlichen Reingewinn erhielten die Gesellschafter eine Vergütung bis höchstens 4 % ihrer Stammeinlage. Der erzielte Gewinn wurde in Rücklage gestellt.
Bei Auflösung der Gesellschaft konnten die Gesellschafter nur den Nennwert ihres Anteils beanspruchen, während der Überschuß an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung zur Verwendung für gemeinnützige Zwecke verteilt werden sollte.
Das Stammkapital der Gesellschaft betrug RM 500 000 und wurde gebildet durch die Stammeinlagen der Gesellschafter, also der Stadt- und Landkreise. Die Hälfte des Stammkapitals mußte sofort bar einbezahlt werden. Zur Veräußerung von Geschäftsanteilen oder Teilen von solchen war die Zustimmung der Gesellschafter-Versammlung erforderlich.
Organe der Gesellschaft waren der Geschäftsführer, der Aufsichtsrat und die Gesellschafter-Versammlung, wobei die 24 Mitglieder des Aufsichtsrats von der Gesellschafter- Versammlung gewählt wurden.
1.3.1 Geschäftsgang der Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel
Die interne Organisation der Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel war geprägt durch die Gliederung in drei Abteilungen:
1. Allgemeine Verwaltung; Unterabteilungen: Briefexpedition, Schreibmaschinenbüro, Buchhaltung, Statistik, Registratur.
2. Einkaufabteilung
3. Verkaufsabteilung (Zur Organisation des Geschäftsgangs vgl. das 16-seitige Manuskript betr. die Organisation der EGRM in Akte 1080/5. Vgl. auch das Kapitel über Ordnungsprinzipien in dieser Einleitung, darin: Die Rekonstruktion des Registraturplans der EGRM)
Die Einkaufsabteilung unterstand dem Geschäftsführer August Schlüter. Schlüter versah zugleich einen Posten beim "Einkaufsamt für Nahrungsmittel" der Stadt Köln, einer bei Kriegsausbruch neu errichteten kriegswirtschaftlichen Stelle, die auch räumlich mit der Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel verbunden war, insofern sich die Geschäftsräume beider Stellen in einem Hause befanden, und zwar in Köln, Augustinerplatz 12.
In der Einkauf-Abteilung trat der freie Einkauf von Waren immer mehr zurück, stattdessen gewann die Zuteilung von Waren seitens der Zentralbehörden an Bedeutung. Die Kontrolle darüber, ob die angekündigten Waren dann tatsächlich von den Zentralbehörden geliefert wurden, geschah mittels des Einkaufsbuchs - als Gegenstück zum Verkaufsbuch in der entsprechenden Abteilung. Der Verkauf der Waren kam de facto einer Verteilung der bei den Reichsstellen eingekauften Waren an die 52 Stadt- und Landkreise, die 72 Groß- und Kleinstädte und 2 700 Landgemeinden des Einzugbereichs gleich. Zwischen der Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel und den zu beliefernden Kommunalverbänden und Gemeinden stand der Großhandel als Verteiler der Waren an den Kleinhandel; dieser lieferte weiter an den Verbraucher, jeweils nach Anordnung der zuständigen Behörden. In der Zeit des Bestehens der Gesellschaft entwickelte sich das Verteilungsverfahren nach einem Schlüsselsystem: Je nach der zu verteilenden Ware wurden Schlüssel gebildet; dabei fielen auf den Kopf der Einwohnerzahl der Industriestädte 2 Teile, auf die übrige Bevölkerung 1 Teil; weitere Differenzierungen entstanden auf der Grundlage dieses Systems. Die durch die Zentralstellen ausgegebenen Bezugscheine wurden nach Schlüsseln an die einzelnen Kommunalverbände weitergegeben. Die einzelnen Einwohner der Städte und Gemeinden erhielten Warenmarken zum Einkauf von Lebensmitteln; das Markensystem verband Einwohner, Klein- und Großhändler mit der vom Kommunal verband eingerichteten Markenstelle.
Neben Warenempfang und Warenverteilung oblag der Einkaufgesellschaft die finanzielle Abrechnung der Waren; zur Kostendeckung nahm die Gesellschaft einen Aufschlag von 1-1 1/2 % auf den Wert der von ihr verteilten Waren.
1.3.2 Liquidation der Gesellschaft
Als nach Kriegsende die Zwangsbewirtschaftung allmählich aufgehoben wurde, entfiel die Aufgabe der Gesellschaft. Daher wurde am 01.04.1921 vom Aufsichtsrat und der Gesellschafter- Versammlung in einer Sitzung die Liquidation beschlossen und am 12.04.1921 in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen. Entsprechend dem Gesellschafter- Vertrag gingen die Kapitaleinlagen an die jeweiligen Gesellschafter zurück, um für gemeinnützige Zwecke Verwendung zu finden.
II. Übernahme der Akten durch das Historische Archiv der Stadt Köln
Ernst Zander, Leiter der städtischen Abteilung für Fettversorgung, später Leiter des Lebensmittelamts, berichtet:
"Nach beendeter Liquidation wurden die Geschäftsbücher und Akten für die gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungszeit von zehn Jahren zum Kölner Rathausturm verbracht. Nach Ablauf der Zehnjahresfrist wurden sie dem Historischen Archiv der Stadt Köln einverleibt." (Ernst Zander: Die Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel mbH, 1916 - 1922, Typoskript im HAStK, S. 47)
Tatsächlich findet sich in den Akten des HAStK Abt. 1, Nr. 30, Fasz. 2 (Akten betr. Ablieferungen 1891 - 1930) unter dem Datum vom 17.03.1930 ein maschinenschriftlicher Hinweis auf sämtliche "zurzeit bei der Beschaffungsstelle aufbewahrten Akten der früheren kriegswirtschaftlichen Dienststellen" (Bestand des HAStK 1/30/2, S. 427 a), die nach einer Verfügung des Staatsministeriums an ein Archiv übergeben werden sollen. Am 18.03.1930 wurden die Akten dann an das Historische Archiv übersandt.
Zu diesem Aktenmaterial früherer kriegswirtschaftlicher Stellen dürfte auch der Aktenbestand 1080 des HAStK: "Die Einkauf-Gesellschaft Rhein-Mosel 1916 - 1922" gehört haben. (HAStK: Chroniken und Darstellungen 50170/2 Prof. Dr. H. Reuther: Die Stadt Köln im Weltkriege II. 1. S. 262 - 265)
III. Ordnungsverfahren und Klassifikation
Der Bestand umfaßt 868 Akten in Kästen.
Die Akten wurden umgebettet, entmetallisiert und nach numerus currens abgelegt.
In der Klassifikation der Akten wird die Dreiteilung nach Abteilungen, entsprechend der internen Organisation der Einkauf-Gesellschaft, übernommen:
Die Abteilung A: Allgemeine Verwaltung umfaßt einerseits den Aktenbestand der Buchhaltung, andererseits die sogenannten "Spezialakten", die u. a. Amtsdruckschriften und Fachzeitschriften beinhalten.
Die Abteilung B: Verkauf umfaßt diejenigen Akten, die bei der Belieferung der Kommunalverbände mit Lebensmitteln angelegt wurden. Hierin bestand die Hauptaufgabe der EGRM, entsprechend umfangreich gestaltet sich diese Abteilung.
Der Aktenbestand der Abteilung C: Einkauf ist einerseits bezogen auf den Geschäftsverkehr mit den Reichsstellen und der ZEG; andererseits auf den Geschäftsverkehr mit dem Großhandel, der von der EGRM mit der Belieferung der Kreise beauftragt wurde.
III.1 Rekonstruktion des Registraturplanes der EGRM (Vgl. das 16-seitige Manuskript betr. die interne Organisation der EGRM (in 1080/A 5))
Ursprünglich wurden die Akten der EGRM nach einem Nummernsystem geordnet, das auf den Aktendeckel-Rücken vermerkt war: Jeder der drei Abteilungen war eine bestimmte Zahlenfolge zugeordnet. In der Abteilung Verkauf wurden die Nummern 1 - 100 vergeben, der Abteilung Allgemeine Verwaltung war die Ziffernfolge 100 - 200 zugeordnet, in der Abteilung Einkauf wurden die Nummern über 200 vergeben, und zwar in allen drei Abteilungen so, daß jede Nummer einen bestimmten Vorgang der Ablage kennzeichnete. So war z. B. der Verkauf an die Stadt Köln durch die Nummer 5 durchgängig gekennzeichnet, der Verkauf innerhalb des Landkreises Köln durchgängig durch die Nummer 4. Diese identifikationsstiftenden Ziffern fanden im oberen Teil des Aktendeckel-Rückens Platz; sie konnten durch Zusatz eines Kleinbuchstabens (a) modifiziert werden, wodurch ein weiterer inhaltlicher Aspekt der Registratur zum Ausdruck kam: Die Ziffer 4 beispielsweise ohne Zusatz des Kleinbuchstabens kennzeichnete den Verkauf an Landratsämter und andere Institutionen des Landkreises Köln, der beigefügte Kleinbuchstabe (hier also 4 a) kennzeichnete den Verkauf an Grossisten oder Gemeinden.
Auf dem Aktendeckel-Rücken erschienen weiterhin die Datumsvermerke desjenigen Zeitraums, in welchem die Akte eröffnet bzw. geschlossen wurde. Nach der Angabe des Kurztitels erfolgte im unteren Teil des Aktendeckel-Rückens eine weitere Nummer, als numerus currens jeweils bezogen auf die Identifikationsnummer und als solche die zeitliche und logische Folge bezeichnend. Ersatzweise konnte hier auch die Jahreszahl erscheinen.
III.2 Klassifikation
Die Ordnung der Kartei wurde soweit wie möglich nach inhaltlichen Gesichtspunkten vollzogen. Für die Abteilung Allgemeine Verwaltung war der sachliche Aspekt ausschlaggebend, es wurden große Gruppen gebildet, gegebenenfalls wurden diese in Untergruppen unterteilt, innerhalb dieser sachlich bestimmten Systematik war zusätzlich die chronologische Folge Ordnungsmittel.
Die chronologische Ordnung wird allerdings hier wie auch in den anderen beiden Abteilungen Einkauf und Verkauf erschwert dadurch, daß sich viele Zeiträume überschneiden, soweit möglich, wurde deshalb das früheste Datum berücksichtigt und das Datum, bis zu welchem die Akte angelegt ist, sekundär beachtet. Soweit das Alphabet als Ordnungsmittel in Betracht kam, etwa bei den belieferten Kreisen, wurde es vorrangig berücksichtigt vor der chronologischen Ordnung. Teilweise finden mehrere Prinzipien in einer Kartei Anwendung; es gilt jedoch der Grundsatz: Sache vor Alphabet vor Chronologie.