Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (Best. 1028) Bestand (1450 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft war ein 1836 gegründetes privates Unternehmen, das neben weiteren später gegründeten privaten Gesellschaften wie z.B. die Köln-Mindener Eisenbahn oder die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn (siehe Unterbestände) ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem das Rheinland, das Ruhrgebiet und große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens durch die Eisenbahn erschlossen hat.

Hintergrund des rheinischen Eisenbahnbaus war das Interesse des 1831 gegründeten belgischen Staates, Handel mit dem benachbarten Preußen zu treiben. Da Belgien aber gegenüber den Niederlanden den Nachteil besaß, seine Waren nicht über den Rhein ins Rheinland zu bringen, bestand beim belgischen Staat ein vornehmliches Interesse an dem Ausbau des Schienennetzes. So schlossen sich Kölner und Aachener Kaufleute unter der Führung von Ludolf Camphausen zusammen und gründeten 1836 die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft, um mit Unterstützung des belgischen Staates den Eisenbahnbau im Rheinland voran zu treiben.

Ab 1879 wurden die privaten Eisenbahnunternehmen auf Betreiben des preußischen Reichskanzlers Bismarck verstaatlicht und in der ”Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung“, kurz K. P. E. V., vereinigt. Dieses behördenähnliche Unternehmen bestand bis zum Ende des ersten Weltkrieges und ging 1920 wiederum mit sämtlichen Anlagen und dem Vermögen in die Deutsche Reichsbahn über.