Solbach, Ferdinand (Best. 1301) Laufzeit: 1910-1976 Bestand (93 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Solbach, Ferdinand, 1882-1976, Volksschullehrer, u. a. in Köln-Niehl 1908-1949; Enthält u.a.: Unterlagen zur Person und zum beruflichen Werdegang, nebenamtliche Tätigkeiten, Aktivitäten in lokalen Vereinen; Notizbücher, Jahreskalender, Leserbriefe, Aufzeichnungen über das Ende des Zweiten Weltkrieges in Niehl, Sammlung von Zeitungsausschnitten und Dokumenten zur Geschichte Niehls; Fotografien (Familie, Schule, Kirche, Bürger, Vereine und Veranstaltungen in Niehl)

Einleitung
Ferdinand Solbach wurde am 28. Februar 1882 in Kaule bei Bensberg als Sohn eines Försters geboren. Nach dem Besuch der Präparandie Mülheim/Rhein (1896-1899), des Seminars in Siegburg (1899-1901) und nach Ableistung des Militärdienstes in Saarbrücken (1902-1903) erhielt er die ersten vertretungsweisen Anstellungen als Lehrer in Rauschendorf bei Siegburg (1. April-20. April 1903) und Meindorf bei Menden (21. April-14. August 1903). Anschließend übernahm er eine Lehrerstelle an der kath. Volksschule in Refrath (15. August 1903 - 28. Mai 1908), wo er am 1. November 1906 endgültig angestellt wurde. Mit Reg. - Verf. vom 15. Februar 1908 wurde er an der kath. Volksschule in Köln-Niehl angestellt. Er trat seine Stelle am 29. Mai 1908 an. Im Jahre 1908 heiratete er Elisabeth Kaser, die am 21. Dez. 1955 starb. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor. Auf Grund seiner katholischen Grundeinstellung und seiner Zugehörigkeit zum Zentrum wurde ihm seit 1933 jeder berufliche Aufstieg verwehrt. Erst 1945 konnte er die Stelle des Rektors übernehmen. Zum 1. April 1949 trat er in den Ruhestand. Ferdinand Solbach verstarb am 30. Oktober 1976.
Der Nachlaß enthält Unterlagen über Solbachs persönlichen und beruflichen Werdegang, seine Lehrertätigkeit und über ihm im Zusammenhang mit dem Beruf übertragenen Aufgaben wie z.B. Schulsammlungen und statistische Erhebungen. Hinzu treten Unterlagen zu ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Jugend- und Wohlfahrtspflege. Weiterhin belegt der Nachlaß Solbachs Arbeit in verschiedenen Vereinen wie der Arbeitsgemeinschaft Niehler Vereine, der kath. Bürgergesellschaft, des Kameradschaftlichen Kriegervereins von 1867 und mehrere Freizeitvereine (Stammtisch, Kegelclub).

Der Nachlaß enthält auch den von Ferdinand Solbach verfaßten Teil der Schulchronik in Kopie (1945-1948), ein Tagebuch über die letzten Kriegstage des 2. Weltkriegs in Niehl und zahlreiche eigene Photographien von Niehl und seinen Bürgern.
Der Nachlaß wurde am 8. September 1983 von der Tochter von F. Solbach, Frau Dr. Grete Solbach, dem Historischen Archiv übergeben und unter Nr. 1180 zum 1. Januar 2010 gesperrt und nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung der Nachlaßgeberin bzw. ihrer Nichte Dr. Angela Uhlmann-Lückerath, Dürener Str. 192, 50931 Köln zugänglich.
Das Findbuch schrieb Astrid Ortmanns.
Köln, den 9. Oktober 1985

Umfang:
0,75 m; 2,5 Kartons; 97 Akten