Handschriften (W*) (Best. 7020) Laufzeit: 5. Jh. / 6. Jh. - 1958 Bestand (384 Verzeichnungseinheiten, 31954 Einträge)

In den Bestand 7020 (W*) sind vor allem jene Handschriften aufgenommen worden, die das Stadtarchiv in 19. und 20. Jahrhundert durch Vermächtnisse, Schenkungen oder Käufe erworben hat, beispielsweise die Handschriftensammlung des Everhard von Groote (1789-1864), die der Stadt Köln 1864 zugefallen ist. Er enthält aber auch rund 25 Handschriften aus der Hinterlassenschaft Wallrafs und versprengte Stücke aus der Gymnasialbibliothek. Der Bestand beuinhaltet nicht nur vollständige Handschriften, sondern auch einige bedeutsame Fragmente, so z. B. das älteste Schriftstück des Stadtarchivs, ein Papyrusfragment aus dem 5./6. Jahrhundert, das ehemals dem Gymnasium Montanum gehörte.
Der Bestand 7020 (W*) ist offenbar erst 1889/1890 gebildet worden. Im Jahre 1891 war die heute noch gültige Zählung vorhanden. Um 1895, wahrscheinlich während der Erarbeitung des Handschriftenkatalogs durch H. Kelleter, wurde zur Kennzeichnung des Bestandes der Buchstabe W (in Verbindung mit einem Stern hinter der Ordnungszahl) eingeführt; die Signaturen hatten damals die Form ?W. 4° 217*. Da diese Form der Signatur zu Verwechslungen mit Handschriften des Wallraf-Bestandes verleitet und da der Stern nicht die einzelne Handschrift, sondern den ganzen Bestand kennzeichnet, steht der Stern jetzt bei dem den Bestand bezeichnenden Signaturenelement.
Zur Erschließung der Handschriftenbestände wurde innerhalb der Reihe ?Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln eine ?Sonderreihe: Die Handschriften des Archivs eingerichtet. Zuerst erschien: Karl Menne, Deutsche und niederländische Handschriften, Köln 1937. Krieg und Nachkriegszeit unterbrachen die Arbeiten an den Handschriften. Mit Unterstützung der DFG trat Joachim Vennebusch 1972 ins Stadtarchiv ein und legte bis 2001 insgesamt 7 weitere Bände vor, darunter zum Bestand 7010 Band 4: Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 4: Handschriften der Sammlung Wallraf, Köln/Wien 1986; und Band 7: Die homiletischen und hagiographischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 2: Handschriften der Sammlung Wallraf, Handschriften des Bestandes W*, Fragmente, Köln/Weimar/Wien 2001. Den bedeutenden Komplex der juristischen Handschriften beschrieb schließlich Juliane Trede (Band 8: Die juristischen Handschriften des Stadtarchivs, Köln 2005). Weitere thematisch passende Handschriften wurden von Maria Barbara Röss-ner-Richarz im Band 78 der Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln bearbeitet (Quellen zur Geschichte der Medizin in der Reichsstadt Köln).
Der Bestand beinhaltet insgesamt 383 Verzeichnungseinheiten und umfasst Handschriften mit der Gesamtlaufzeit 5. Jh./6. Jh. bis 1958.

Umfang:
378 Nrr.