Zeitgenössische Sammlung Kriegschronik (Best. 624) Laufzeit: 1936 - 1944 (1976) Bestand (267 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

A Einleitung
Das Nachrichtenamt der Stadt Köln führte eine Ortschronik, die man aber im Jahre 1942 als unzureichend empfand und wegen der Notwendigkeit, die Dokumentationsarbeit erheblich auszuweiten, verselbständigte. Leiter der "Kriegschronik" wurde Manfred Sell.

Nachdem die Räume auf der Severinstraße 218 beschädigt worden waren, brachte man die Chronik im Historischen Archiv der Stadt Köln unter.

Im November 1947 berichtete Erich Kuphal dem Kulturdezernat folgendes (J 2, S. 15):
"Die im letzten Krieg eingerichtete Kriegschronik war haushaltsplanmäßig dem Archiv angegliedert und hatte die Aufgabe, das Zeitgeschehen zu beobachten, alle Veröffentlichungen einschlägiger Art zu erfassen und zu einer Kriegschronik zu verwerten. Sie ist in ihrer Ausweichstelle von amerikanischen Truppen bis auf geringe Reste vernichtet worden und nicht wieder aufgelebt".

Die "Kriegschronik" umfaßt jetzt 9 Kästen mit 266 Nummern. Sie enthält Zeitungsartikel aus dem Westdeutschen Beobachter, dem Neuen Tag, der Kölnischen Zeitung und dem Stadt-Anzeiger, Berichte und Verfügungen der Ämter der Stadtverwaltung, außerdem tagebuchartige Notizen über Ereignisse in Köln, eine Kartei der "Kriegssterbefälle" und auch Statistiken.
Die Bilder sind an die ZSB abgegeben worden, eine Liste (zusammengestellt durch Herrn Odendahl) ist beigefügt. Verzeichnet sind auch die an die Dienstbücherei abgegebenen Bücher und die an andere Abteilungen der ZS abgegebenen Zeitschriften.

Im Januar 1971
Geschrieben wurde das Repertorium von Frau Oferath; das Register schrieb Frau Kropat.

Umfang:
3,50 m; 226 Akten