3.2.1 Plansammlung Tektonik (0 Verzeichnungseinheiten, 10 Einträge)

Der Bestand der Plankammer war ursprünglich einmal nach Sachgruppen systematisch geordnet; da sich diese Ordnung aber auf Dauer nicht durchhalten ließ, wurde anschließend nach dem Nummerus-currens System verzeichnet. Allen Signaturen wurde die Nr. 1, 2 oder 3 vorgestellt, womit die ungefähre Größe angegeben ist.
Wie Kleinertz nachgewiesen hat, befanden sich Pläne und Zeichnungen zu reichsstädtischer Zeit beim Syndikat und bei der Mittwochsrentkammer, galten aber nur als An- und Beilagen sekundären Ranges. Erst unter Höhlbaum wurde sie 1886 gesammelt und zu einem eigenen Bestand zusammengefasst, der aber auch schon eine beträchtliche Zahl privater Provenienzen umfasste und zudem noch Sammelgut enthielt, das von den Begriffen Plan oder Ansicht kaum gedeckt wurde. Nach einer zeitweiligen Überweisung des Bestandes an das 1888 begründete Historische Museumn kam es 1892 zu einer Aufteilung zwischen Museum und Archiv, wobei letzteres nunmehr relativ streng auf Karten und Planzeichnungen beschränkt wurde, während die Abgaben der städtischen Dienststellen sehr gering blieben. Erworben wurden Kartenwerke und Karten, die weit über Köln hinausreichten und die preußische Rheinprovinz, ja den ganzen Rheinlauf abdeckten. Die weitere Entwicklung des Bestandes durch die starken Ablieferungen städtische Dienststellen seit 1959 führte zu einem starken Anstieg der drei Bestände und im Zuge dessen zur Bildung neuer Bestände.
Bis auf die Pläne in den Nachlässen waren alle anderen bis etwa 1980 in einem einzigen Bestand, dem sogenannten Sammelbestand erfaßt. Sie sind der Platzersparnis wegen in drei Größen unterteilt. Bei der Vergabe der Bestands-nummern erhielt der Sammelbestand die Nummern 7101-7103. D. h. die alte Formatangabe spiegelt sich in der Endziffer der Bestandsnummer.

Die im Sammelbestand enthaltenen Pläne waren meist bereits vor 1955 im Archiv. Sie sind von Gerhard Steinhofer nicht in Bandrepertorien, sondern (handschriftlich) auf Titelkarten verzeichnet worden. Diese Gebäudekartei ist durch ständige Benutzung in Unordnung geraten und wurde 1993 abgeschrieben. Da keine Nummernkonkordanz vorlag, konnte nicht kontrolliert werden, ob alle Karteikarten erhalten sind.

Die Titelkarten der meisten Pläne waren bereits nach Sachgruppen zusammengestellt.Darunter fanden sich Pläne von Straßen, Kanälen sowie auch von Wohnhäusern und Gärten. Einige Gebäude sind mehrfach verzeichnet, da sie verschiedenen Zwecken dienten und in der handschriftlichen Kartei deshalb in verschiedenen Sachgruppen eingeordnet waren. Die Pläne von Straßen und Kanälen, die vorwiegend aus dem Tiefbauamt stammen, wurden inzwischen in einem eigenen Findbuch verzeichnet. Die Wohnhäuser sind im vorliegenden Inventar aufgeführt, ebenso die Karten von Grund-stücken, Gärten, Weingärten und einzelnen Ländereien. Es handelt sich hier vorwiegend um Höfe und Hausgärten.

In das vorliegende Verzeichnis aufgenommen wurden außerdem die Lagepläne von Behelfsheimen (in den Bandrepertorien bei den Grünanlagen verzeichnet , wo sie jedoch sicherlich niemand vermutet), ebenso die Baubestandsaufnahmen (Best. 7103 P 921/1-100 sowie Best. 7103 P 922/1-44), die zuätzlich in der Bildkartei zu finden sind. Es handelt sich hier um Sammlungen von Straßen-karten mit aufgeklebten Fotos sowie um eine Sammlung verkleinerter Abzüge dieser Aufnahmen.
Hinweise auf die Kreuterschen Karten (Best. 7101 P 337/1-112), die in einem alten, sehr ausführlichen Findbuch gesondert verzeichnet sind, wurden ebenfalls in das vorliegende Verzeichnis aufgenommen.