Speculum virginum

Vorlagentyp:
digitales Bild

Verzeichnungseinheit

Titel:
Speculum virginum
Laufzeit:
Mitte 12. Jh.
Bemerkung:
Pergament - 95 Bl - 27x17,5 - Mittelrhein - 12. Jh, Mitte Quaternionen; vor Bl 17 fehlt 1 Blatt, Textverlust; Lagenzählung auf den letzten Seiten der Lagen: IIII - XV - Schriftraum 21-21,5x12 - 34 (selten 35) Zeilen - karolingische Minuskel von 1 Haupthand, 40r-42r größtenteils, 60r. 95v teilweise von anderer Hand; rote Marginalien; auf fast allen Seiten rote Nota-Zeichen, Nota-Monogramme, XP-Monogramme; wenige Korrekturen und ausführliche Bemerkungen zu einigen Zeichnungen, 13./14. Jh - wenige rote Überschriften und Subskriptionen - Satzmajuskeln rot gestrichelt; Anfangsbuchstaben und kleine Initialen meist rot, 13v-15v auch blau und blau-rot - 6r 3zeilige, grün-rote Initiale; 4-6zeilige, mehrfarbige Initialen: 12v Adlerinitiale, 19v. 31v. 43r. 55v. 68r. 78v Spaltleisten- und Dracheninitialen - unvollständiger Zyklus von mehrfarbig kolorierten Federzeichnungen (11v. 12r. 19v. 31r. 42v. 55r. 68r. 78v) zum Speculum virginum; Abbildungen s.u. (Literatur); 66v rote Zeichnungen im Text: 3 Hände mit symbolischen Fingerstellungen - Lederband, um 1900; verzierte Metallbeschläge; 2 Schließen teilweise entfernt - hinterer Pergamentspiegel des alten Einbandes (aus einer liturg. Hs, 12. Jh) jetzt: Hss-Fragm. D 182. Nach A. BOECKLER (zuerst in: Mittelalterliche Handschriften, Festgabe... H. Degering, Leipzig 1926 S. 20) stammen die Federzeichnungen wahrscheinlich von derselben Hand wie 8 Bilder in einem für das Kloster Maria Laach geschriebenen Sakramentar (LuHSB Darmstadt, Hs 891, 7v. 8rv. 107r. 118v); deshalb vermuten viele (z.B. STRUBE; s.u.), daß die Hs in oder bei Maria Laach entstanden ist; dagegen hält M. BERNARDS (s.u.) Entstehung in Köln für wahrscheinlich (Begründung nicht stichhaltig) - Nach LAMPRECHT (s.u.) enthielt die Hs um 1882 „als Schmutzblatt... eine Urkunde von S. Maria-Andernach“ (jetzt verschollen); deshalb wird allgemein angenommen, daß die Hs zur Bibliothek des Augustinerinnenklosters in Andernach gehörte. 1805 ist sie aus dem Nachlaß des Pfarrers Hermann Josef Wahl (1738-1805; vgl. H. VOLK, Geschichte des Fleckens Rheinbrohl, Rheinbrohl 1897 S. 53) von Leuxner ersteigert worden (1r: Ex auctione librorum parochi Wahl in Rheinbrohl, Leuxner pp. anno 1805, 19na Julii); dieser ist vielleicht identisch mit dem in Trier lebenden Georg Philipp Christoph Leuxner (vgl. G. CH. HAMBERGER, J. G. MEUSEL, Das gelehrte Teutschland, Bd. 4, Hildesheim 1965 [Nachdruck der Ausgabe Lemgo 1797] S. 437f). Über diese Hs: LAMPRECHT, Initial-Ornamentik S. 31, Nr. 107. - Kunsthistorische Ausstellung Düsseldorf 1904, Katalog, 2. Aufl., Düsseldorf 1904 S. 183, Nr. 541a. - M. STRUBE, Die Illustrationen des Speculum virginum, Düsseldorf 1937 S. 4. 39f, Abb. 3-4 (55r. 68r). - Berner Kunstmuseum: Kunst des frühen Mittelalters, Bern 1949 S. 98, Nr. 253 (Ausstellungskatalog). -M. BERNARDS, Archiv für mittelrhein. Kirchengeschichte 3 (1951) 361 f. - M. BERNARDS, Speculum virginum, Köln/Graz 1955 S. 7 u.ö. (vgl. S. 227f), Taf. 2-4 (11v. 12r. 31r). - G. B. LADNER in: De artibus opuscula XL, Essays in honor of E. Panofsky, ed. M. MEISS, Bd. 2, New York 1961 S. 98, Abb. 11 (12r). -Monumenta Judaica, Köln 1963, Katalog A14; Handbuch S. 742, Abb. 22-23 (11v. 12r). - P. BLOCH, Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1964 S. 14, Abb. 15-16 (11v. 12r). -E. S. GREENHILL, Die Stellung der Handschrift British Museum Arundel 44 in der Überlieferung des Speculum Virginum, München 1966 S. 3 f. 6. 13. 19-22 (Text mit Benutzung dieser Hs: 13v-16r; die Folienangaben in Anm. 39 sind falsch). - Hss der LuHSB Darmstadt, Bd. 2, S. 39. - CH. G. GOGGIN, The illuminations of the Clairvaux „Speculum Virginum“, Indiana University, Phil. Diss. 1982 S. 54-56. 167, Abb. 90-97 (alle Federzeichnungen). - Ornamenta ecclesiae, hrsg. v. A. LEGNER, Bd. 1, Köln 1985 S. 77-80 (Abb. v. 78v. 67v-68r. 11v. 12r).
Enthält:
1r-95v (unvollständig). (1r) Abrupter Textbeginn in pars III: creavit vel creato quod adiecit ...–... adiuvantem, coronantem perveniant. Der Text bricht in pars IX ab. Es fehlen 3 Lagen am Anfang, 1 Blatt vor Bl 17, etwa 3 Lagen am Schluß. Weitere Angaben H. I, S. 128f; in den S. 129 genannten Veröffentlichungen ist diese Hs benutzt. Zur Verfasserfrage (Conradus Hirsaugiensis?) vgl. Verf.Lex.2, Bd. 5, Sp. 205.
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