Mülheim, Älteres Stadtarchiv - Nachträge (Best. 303N) Bestand (682 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Im bisherigen Bestand "Mülheim ungeordnet" fanden sich 19 Kisten mit Aktenstücken bzw. losen Papieren, die, wie ein beigelegter
Zettel auswies, "von Oberlehrer Dr. Schafstaedt bei der Ordnung
des Archivs im Jahre 1898 als wertlos ausgesondert" worden waren. Diese Papiere, die in der Masse den Zeitraum 1780 bis 1820
umfassen, waren völlig atomisiert und ließen keinerlei inneren Zusammenhang mehr erkennen, aus Aktenheften und Kladden waren überdies Papiere herausgerissen. Es wurde bei der Ordnung des Bestandes versucht, da wo sich Vorgänge ermitteln ließen, d.h. wo
wenigstens zwei Schreiben den gleichen Betreff hatten, neue Einheiten zu bilden und auch Einzelschreiben von inhaltlicher Bedeutung (z. B. im Gesundheitswesen) zu erfassen. Einzelschreiben ohne inhaltliche Aussage (z. B. Anschreiben, Quittungen ohne
Datum) wurden nicht weiter klassifiziert.
Bei den aufgefundenen Schriftstücken überwiegen drei Komplexe: Zum einen sind es kommunale Steuer- und Rechnungssachen, zum anderen Militärangelegenheiten, vor allem Konskriptionen, Einquartierungen
und sonstige Leistungen für das Militär und zum dritten sind es Gerichtsakten. Dr. Schafstaedt hat bei der Ordnung des alten Stadtarchivs die Gerichtsakten seinem sehr umfangreichen Teilbestand Verschiedenes eingegliedert, es bot sich aber an, sie hier gesondert aufzunehmen, zumal sie noch durch Akten des Gerichts Mülheim angereichert wurden, die Dr. Schwoerbel 1903 bei der Ordnung eines Bestandes
Deutzer Gerichtsakten (Best. Gericht Deutz, vormals Amtsgericht Mülheims) aufgefunden hat.



Umfang:
852 Einheiten