Gymnasial- und Stiftungsfonds (GStF) (Best. 155) Laufzeit: 1422-1929 Bestand (0 Verzeichnungseinheiten, 1 Einträge)

Die Stiftungen zugunsten einer akademischen Ausbildung wurden bald nach Gründung der Kölner Universität eines ihrer konstitutiven Elemente. Die Verwaltung wurde überwiegend den Regenten der alten Gymnasien anvertraut, doch gab es daneben eine theoretisch unbegrenzte Vielfalt von Trägern, seien es bestimmte Personen, seien es Institutionen. Diese vielen und selbständigen Vermögen wurden in französischer Zeit zusammengefaßt und einer einzigen Verwaltung unterstellt, der Commission administrative des Unterrichtsvermögens (s. Bestand 150). Sie wurde in den Anfangsjahren der preußischen Verwaltung umgebildet in den Verwaltungsrat der Schul- und Stiftungsfonds, der, analog zum höheren Schulwesen, der Aufsicht des Staates unterlag und sich mehr und mehr zu einer staatlichen Behörde entwickelte. Schulvermögen und Stiftungsvermögen blieben, mindestens rechnerisch, stets voneinander getrennt. Seit Umwandlung der Kölner Gymnasien in unmittelbare Staatsanstalten durch Vertrag vom 12. Nov. 1888 standen die Stiftungen im Vordergrund der Aktivitäten des Verwaltungsrates. Bei der Abgabe des alten Universitäts- und Jesuitenarchivs 1900, die im wesentlichen die Unterlagen des Schulfonds bildeten, kamen auch schon einige Stiftungsunterlagen in das Stadtarchiv; andere wurden entgegen der ursprünglichen Absicht zurückgehalten, so daß sie in den älteren Verzeichnissen des Bestand 150 (Universität) mit einem Stern markiert wurden, der im letzten Verzeichnis von 1938 zu Unrecht fortgelassen wurde. 1940 sind dann die Akten und Amtsbücher abgegeben und 1951 in die bestehende Ordnung gebracht worden. Die sog. Stiftungsurkunden sind erst 1972 als acc. 772/72 übernommen und noch nicht eingehender geordnet worden. Der gesamte Bestand ist Depositum des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, der heute die Rechtsform einer selbständigen Stiftung öffentlichen Rechts besitzt.

Die Stiftungsurkunden sind alphabetisch gereiht nach dem Namen der Stiftung (ganz überwiegend der des Stifters); sie enthalten aber nicht ausschließlich Urkunden im archivischen Sinn, sondern auch andere grundlegende Schriftstücke. Die Akten und Amtsbücher, die die Verleihungen dokumentieren, sind ebenfalls nach dem Stiftungsnamen alphabetisch geordnet (A 1-300). Auf eine Gruppe von zusammenfassenden Verzeichnissen und Abrechnungen (A 301-306) folgen die Akten der Schulverwaltung (A 307-356). Da die einzelnen Stiftungen trotz ihrer Zusammenfassung unter einer Verwaltung rechnerisch und aktenmäßig weiterhin einzeln geführt wurden, bildet das Ende des Ancien Regime 1798 keine Epochengrenze.

Findmittel
Lesesaal: Findbuch für Stiftungsurkunden U 1-281; Findbuch für Akten und Amtsbücher A 1-356

Umfang:
115,70 m Akten und 281 Urkunden

Nicht zugeordnete nutzergenerierte Einträge (1)

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