Schöffengericht Niederich (Best. 136) Laufzeit: 1333 - 1552 Bestand (132 Verzeichnungseinheiten, 0 Einträge)

Das Gericht in Niederich ist eines der Kölner Sondergemeinden und berühmt durch sein Recht von ca. 1100, das zu den ältesten stadtkölnischen Rechtstexten gehört. Sein vermutlich nicht unbeträchtliches Archiv geriet 1798 in Privathand, da für das lokale Gericht kein Rechtsnachfolger vorgesehen war. 1907 und noch einmal 1908 bot das Kölner Antiquariat Heberle/Lempertz eine Fülle von Urkunden dieses Gerichts an, so dass man annehmen muss, dass damals das alte Archiv fast noch geschlossen erhalten war. Das Stadtarchiv konnte seinerzeit nur 104 Urk. erwerben (Acc. 41-51 und 57/1906, 2-6 und 97-142/1907; die Jahreszahlen sind wegen des Etatjahres um 1 niedriger). Weitere Urkunden derselben Provenienz, mehrheitlich auch schon in den genannten Auktionen angeboten, fanden sich im Nachlass des Kölner Archivars Hans Gerig. Aus diesen beiden Teilen wurde 1984 der Bestand gebildet. Außerdem wurden in das Findbuch diejenigen Urkunden des Niederichs aufgenommen, die in die Sammlung Lückger (Bestand 1161) gelangt waren, und Regesten einiger Stücke, die 1907/08 nicht angekauft, aber regestiert worden waren.
Beim Inhalt des Bestandes handelt es sich ganz überwiegend um internes Schriftwerk in Urkundenform. Dabei geht es häufig um Annahme neuer Schöffen, neue Ordnungen oder um Verwendungen der Einkünfte. Die Urkunden sind in zwei Reihen chronologisch geordnet.



Umfang:
130 Urkunden
Abg-Stelle:
Schöffengericht Niederich