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              • Hide full view3 - Sammelhandschrift - Anfang 15. Jh.

                Vollansicht Distortion unit 3

                Signatur: 3
                Titel: Sammelhandschrift: 1. Bruchstück eines Alexanderromans. 2. Historie der heiligen Drei Könige. 3. Beschreibung des heiligen Landes [sog. Niederrheinischer Orientbericht]. 4. Dialog zwischen dem Juden und Christen. 5. Bruchstück aus dem Trojanerkrieg des Konrad von Würzburg. 6. Der kleine Seelentrost. 7. Morant und Galie. 8. Marienleben des Bruders Philipp.
                Laufzeit: Anfang 15. Jh.
                Inhaltsbeschreibung: 1. Bruchstück eines Alexanderromans. Anf. Bl. 1r: gegrut sistu meister ganck her naere und sitze myt mir dat / dede he vnd do he da by ir sas do sprach sy zu eme in bistu neit / eyn man van egypten nectanabus sprach. Schl. Bl. 60r: wanne der gude meister dat syt so / neympt he dat zu eme / vnd behalt dat wail vnd lecht it by synen besten vnd alre duyrsten / schatz. etc. 2. Historie der heiligen Dreikönige. Anf. Bl. 60v: (Ueberschrift, rot) Dit is de historia van den heilgen dryn Coningen We sy / got soichten Jnd vonden vnd We sy gestoruen sint Vnd / begrauen sint vnd dit boich is gedeilt in Seys vnd veir / tzig deil ind Capittel vnd it is gesat vnd gemacht / Ouermitz den eirwerdigen geistlichen vader her florens / van Weuelkouen Buschoff zo Monster (Florens v. W. war Bischof von Münster 24. April 1364-7. Nov. 1379.) was. Die Kapitelüberschriften sind rot geschrieben, das Papier ist schön liniiert. Dat eirste Capittel. / Recht als die sonne vp geit in dem oysten ouer all ertriche / vnd dat erluchtet myt yrme schyne So dede de heilger / dryer Coninge leuen dat vp geit in deym oysten Vnd alle / ertriche erlucht hait myt yrme leuen vnd wysheit Vnde myt / yrme vordenen ... Schl. Bl. 116r: Dat dir dat moge geschein jnd de heilge dryveldicheit an sein / mit vol komender selicheit des vorlene vns allen de ewicheit / der vader ind der sun vnd des heiligen geistes namen Dat dat wair / werde des sprecht alle AmeN. Daran anschließend 3. Beschreibung des heiligen Landes. Anf. Bl. 116r: DAr na dat geschreuen is van dem heilgen lande vnd van / allen landen van ouer mer vnd van Burgen ind van steden / de da ynne gestanden inde noch stein Nu volget her na / wat Coninge, vursten ind heren vnd patriarchen Busschouen ebde / Canoniche vnd paffen ind moniche vnd wilcher hande lude da hant / gewont. Schl. Bl. 161r: Da man scharlachen myt verwet vnd van deser sunder komenschaff / winnent de lude alze vil gudes mer alle lude en wyssen de komenschaff / neit. / Hye hait dit boich eyn ende / Got vns synen heilgen vrede sende. 4. Dialog zwischen dem Juden und Christen. Anf. Bl. 162r YE was ind is ayn ende got // gar almechtich is dyn gebot // Vpp / erden ind in hemel dort // Als dyn vederlichs woert // Bescheit in der / ewichkeit // Haistu id hy wal bereid //. Ueberschriften der einzelnen Absätze: der Joide antworde, der Kyrsten sprach, etc. rot geschrieben, nicht abgetrennt im durchgehenden Text. Schl. Bl. 165r: Der Joide sprach Ich sprechen myr armen Joidenkint // Help / myr moder reyne mait // Synt neman wird versait // Du deyst yme / dyne gnade schyn // In hemelrich eyn konynckyn // Behoede vnss vur der / hellen pyn // Vnd voire vnss zo den vreuden dyn // Da wyr ewelich soilen / syn // In der hoigsten seraphyn // Ind dat wir alle koemen dair Des help vnss ynd der engel schair. AmeN. AmeN. Vgl. Wackernagel-Martin, Gesch. d. deutschen Lit. I (1879), S. 423. 5. Bruchstück aus dem Trojanerkrieg des Konrad von Würzburg. (V. 19661-20054 (Nicht 19854, wie irrtümlich in der Ausg. des Morant u. Galie von E. Kalisch S. X vermerkt ist.): Paris und Helena) Anf. Bl. 166r: Der meren wart die reyne vro / Sy wart zo raide schiere doy Dat sy die geste woulde syen / Des ryches loues da vergien In also mancher duchden wart / Dye seliche eynre bedevart ... Schl. Bl. 168v. Syn hertze eyne spanne / Weyre hoer vp gerucket So man zo lychte zucket / Eren name vnde ir werdegeit Der wnder was an sy geleit. 6. Der kleine Seelentrost (So ist dieser Teil zu bezeichnen, nicht (wie bei Kalisch, a. a. O.) Prosa, Dialog zwischen Vater und Kind.) Anf. Bl. 172r: KJnt leve So wan eyn mynssche syne vyande syt so / darff hie dat hie wapen haue dar hie sich myt were / Dar vmbe so hait vns got gegeuen die heilige seuen / sacramente nyet alleyne dat sy vnse ougen syn Jnd /vns bewaren. Bl. 196v unten beklebt, ebenso Bl. 207; Bll. 209-213 und 219 mehrfach eingerissen und beschmutzt. Schl. Bl. 242v: Dar vmb saltu vlien dese valssche / werelt Jnd alle werentliche wallust want dich got iaget ind / dor duuel laget Du en salt dich ouch nyet verlaissen up dyne / werentliche vrunt Jnd werentliche haue want sy dynre ver- / zyent in dynre lester noit Jnd die gude werck steynt dir by / in dynen noeden. Die wissenschaftliche Bezeichnung dieses Teiles der Handschr. ist: Hs. C2. Vgl. G. Reidemeister, Die Ueberlieferung des Seelentrostes, Teil I. (Diss. Halle) 1915, S. 15; Thalhofer, Festgabe Al. Knöpfler, 1907, S. 306. Vgl. noch Nr. 17, 35 u. 58. 7. Morant und Galie. Anf. Bl. 244r: Zv allen zyden in den dagen Hort man singen ind sagen / Wie truwe sy cranck Ere sy swanck // Valsche gedanck / mache geschal. Verse nicht abgesetzt, Anfangsbuchstaben rot gestrichelt, Bl. 246 und 247 Flecken. Für den Rubrikator die Initiale durch kleine Buchstaben am Rande angedeutet. Schl. Bl. 280v. An selen ind an lyuen So wir myt eme blyuen vmmerme ayn ende / Dit boiche hait eyn ende. / Amen. Teil 7 ist hrsg. von Erich Kalisch, Morant und Galie nach der Cölner Handschrift (Bd. 2 der „Rhein. Beiträge u. Hülfsbücher zur german. Philologie u. Volkskunde", hrsg. von Frings-Meißner-Müller) 1921. Die wissenschaftliche Bezeichnung dieses Teiles der Handschrift ist: Hs. C. 8. Marienleben des Bruders Philipp. (Vgl. Nr. 13 und 17). Anf. Bl. 282r: MAria moder konyngynne. All der werelde loserynne / verleen myr vrauwe sulche synne. Das ich dis boechlyns / begynne ... Dit boech haen ich gesand. Den broe / deren die da synt genant. Van dem duytschen huyse ind synt. / Marien ryttere ind die eyn kint. Van dem helligen geiste gewan. / Maget weeset ayn man. Dit heysschet marien leuen. Die moesse / vns ewighe vroude geuen. Schl. Bl. 374v-375v: Vrouwe Maria hie hait eyn ende Myn gedichte dat ich dyr / senden Nu bidde ich dich durch dyne gude Dat du willes sanffte / Bl. 375v. / gemoide myr vil armen sunder zoynen ... Bruder philippus bin ich genant Got ist myr leider vnbekant In / deme orden van Carthus Geschreuen hayn ich in dem hus zo dutsche / dit selue boichelin Sent Joseph was der maner myn Die marien / hoeder was Die Jhesus godes soens genas Der selue Jhesus moysse / Bl. 376v / vns geuen Troost durch synre moeder leeuen Marien leeuen geit / hie vss Nu helpe vns yre kynt Jhesus AmeN. Verse nicht abgesetzt, sondern im ersten Teile durch Punkte getrennt. Bei Kapitelschluß gewöhnlich eine Zeile überschlagen. Schöne Initialen.
                Formalbeschreibung: Im Vorderdeckel war Pergamentblatt mit lateinischem Text (größter Teil weggerissen) eingeklebt, desgl. im Hinterdeckel. Papier; auf der 1. Seite vielfach durchlöchert, sonst sauber und gut erhalten. Anfang des 15. Jahrhunderts; verschiedene Schrifttypen, etwa drei: Bl. 1-161, 162-168, 172-375. 375 Blätter nach alter Zählung, 376 Blätter insgesamt; Bl. 169, 170, 171, 243, 281 und 376 unbeschrieben. Blattgröße 28 x 19,5 cm, Schriftspiegel 22 x 16 cm; einspaltig, 25-35 Zeilen, Bl. 162-165 Verse nicht abgesetzt, sondern durch rote Querstriche (/) getrennt, Bl. 166-168 nach Reimpaaren abgesetzt, die Verse durch Querstriche (/) getrennt; Bl. 244-280 Verse nicht getrennt. Die Anfänge der Kapitel durch Alinea und große rote Initialen gekennzeichnet; Anfangsbuchstaben der Sätze in der Prosa, der Verse in den poetischen Teilen rot gestrichelt. Einband Holzdeckel in Schafleder, mehrfach beschädigt, Messingschließen noch bemerkbar, 2 Reste noch am Deckel fest (Zustand vor 3.3.2009). Rotschnitt. Mundart vorwiegend ripuarisch.
                Zu 3.: Vgl. Helmut Brall-Tuchel (Hrsg.): Von Christen, Juden und von Heiden. Der Niederrheinische Orientbericht. Göttingen 2019; Anja Micklin: Der "Niederrheinische Orientbericht". Edition und sprachliche Untersuchung (= Rheinisches Archiv. Bd. 163). Wien/ Köln/ Weimar 2021.
                Bemerkung: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, Sonderreihe: Die Handschriften des Archivs Heft X Teil 1 (Menne)
                Restauriert 2011: Rissschließung am Leder des Einbandes, Erneuerung/Verlängerung der Schließen, Kleben der Brüche an den Deckeln
                Umfang: 376 Bl.
                Altsignatur: W.f 3
                Bestellsignatur: Best. 7020 (Handschriften (W*)), 3
                Digitalisates: Open in the Mets Viewer
                Digitalisates: Open in the Mets Viewer
              • 1 - Gebetbuch - Ende des 15 Jh. / 16. Jh.
              • 2 - David de Augusta - Hermannus de Grevenstein - et alia - um 1420
              • 4 - Das Buch Sydrach - [15. Jh.]
              • 6 - Wigalois, der Ritter mit dem Rade - 13. Jh.
              • 7 - Augustinus - Urbanus II - 12. Jh.
              • 8 - Sammelhandschrift: 1. Lieder Muskatbluts 2. Schach - [1434]
              • 9 - Vitae sanctorum - um 1530 (1566) (18. Jh.)
              • 10 - Philosophie - 1705
              • 12 - Petrus de Alliaco - Exposito in Ct - Mitte 15. Jh (1456)
              • 13 - Henricus Herp - et alia - 1494-1496
              • 14 - Philosphie - Anfang 14. Jh. (15. Jh.)
              • 15 - Constitutiones Clementinae - Johannes Andreae - 15. Jh.
              • 16 - Aszetische Sammelhandschrift - um 1405-1465
              • 17 - Pastoraltheologie - 1800-1801
              • 18 - Psalter - [14. Jh.]
              • 19 - Sammelhandschrift - 14. Jh. (um 1350)
              • 20 - Marienleben des Bruders Philipp - 15. Jh.
              • 21 - Privilegia congregationis Bursfeldensis et alia - 15. Jh. / Anfang 16. Jh.
              • 22 - Sammelhandschrift - 17. Jh.
              • 23 - Sammelhandschrift - 15. Jh.
              • 24 - Medizinische Sammelhandschrift - 14. Jh.
              • 26 - Ps.-Dionysius Areopagita - Plato - 1. Hälfte 12. Jh.
              • 27 - Sprachlehre - 1725-1765
              • 28 - Johannes Gerson - 3. Viertel 15. Jh.
              • 29 - Vincentius Bellovacensis - Mitte 15. Jh. / 2. Hälfte 15. Jh.
              • 30 - Pontus und Sidonia - 1476
              • 31 - Aszetische Sammelhandschrift - 15. Jh.
              • 33 - Hugo Ripelin de Argentina - 2. Viertel 15. Jh.
              • 34 - Beda Venerabilis - 2. Hälfte 12. Jh.
              • 35 - Aszetische Sammelhandschrift - um 1499
              • 36 - Reise des Joh. von Montevilla (Maundeville) - [15. Jh.]
              • 37 - Alchemistische und medizinische Materien - 17. Jh.
              • 38 - Sammelhandschrift: I. Verzeichnis von Marken und Z - 17. Jh. (1643-1648)
              • 39 - Pseudo Clemens - Paucapalea - Ende 12. Jh.
              • 40 - Historie van sent Reynolt - [15. Jh.]
              • 40A - Historie van sent Reynolt (Abschrift) - 1844
              • 41 - Verzeichnis der Meister der Malerei - 18. Jh.
              • 42 - Nachfolge Christi des Thomas von Kempen. (I.-III. Buch) - 1473
              • 43 - Poggius Bracciolinus - Calixtus III - Petrarca - um 1460/1465
              • 44 - Ricardus de S. Victore - Aegidius Assisiensis - Ephraem Syrus - 3. Viertel 15. Jh. (16. Jh.)
              • 46 - Sammelhandschrift - 15. Jh.
              • 47 - Gedichte - 1721
              • 48 - Summula - Mitte 15. Jh.
              • 49 - Aegidius Ranbeck O.S.B. (?): Crisis apologetica, qua libri quatuor de imitatione Christi Joannis Gersen... postliminio vindicantur - 18. Jh. (um 1754)
              • 50 - Ps. Isidorus Mercator u.a. - 12. Jh.
              • 51 - Bücherverzeichnis des Kreuzherrenklosters Wickrath - ca. 1565
              • 52 - Sammelhandschrift - 16. Jh.
              • 53 - Lobgedicht für einen Lehrer - 1736
              • 55 - Gebetbuch - 16. Jh.
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